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Freiwillige Helfer bauen Gerätefeuerwehrhaus in Salz in Eigenleistung um

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Freiensteinau - In rund 1500 Arbeitsstunden haben freiwillige Helfer die Decke des Feuerwehrhauses in Salz rausgenommen, das Dach neu gedeckt, Leitungen gelegt und ein neues Tor eingebaut. Das alles für das neue Fahrzeug, welches die Feuerwehr Salz wohl in den nächsten Wochen erhalten wird.

Von unserem Redaktionsmitglied Marcel Blumöhr

Der Umbau wurde notwendig, da der Technische Prüfdienst im Sommer diesen Jahres einige Mängel an dem Gerätehaus der Salzer Feuerwehr festgestellt hatte. So ist sicherzustellen, dass die Fahrzeughalle und die Umkleide klar getrennt sind und sich nicht in einem Raum befinden. Außerdem musste die Fahrzeughalle an die Vorgaben für das neue Tragkraftspritzenfahrzeug angepasst werden.

„Mit der alten Decke hatten wir eine Raumhöhe von 2,60 Meter, das wäre zu knapp für das neue Fahrzeug gewesen“, erklärt Mario Ganß von der Feuerwehr Salz. „Nachdem wir den Dachboden ausgeräumt und die Decke rausgenommen haben, ist der Raum nun etwa vier Meter hoch“, führt er weiter aus. Die freiwilligen Helfer, aktive und passive Mitglieder der Feuerwehr Salz, haben seit Oktober unter anderem ein neues Tor eingebaut, neue Stromleitungen verlegt, die Fahrzeughalle verkleidet sowie das Dach neu gedeckt.

Planung und Ausführung komplett in Eigenleistung

„Wir haben meist nach Feierabend und am Wochenende gearbeitet. Das Dach haben wir schnell bei Flutlicht gedeckt, weil es laut Wetterbericht in den folgenden Tagen hätte schneien sollen. Einige Frauen haben schon neckend gefragt, wann wir denn hier die Betten aufbauen, soviel wie wir in den letzten Wochen im Feuerwehrhaus waren“, erinnert sich Ganß an einige Höhepunkte der vergangen Wochen.

Nach einer ersten Kostenschätzung hatte die Gemeinde Freiensteinau 25.000 Euro für den Umbau bereit gestellt, wie Bürgermeister Sascha Spielbergerer (parteilos) bei der Besichtigung des Feuerwehrgerätehaus sagte. „Nach den letzten Berechnung sind bisher rund 21.000 Euro ausgegeben worden. Nur für Materialkosten, denn die Planung und Ausführung wurde komplett in Eigenleistung unter Rücksprache mit dem Bauamt geleistet.

Im Frühjahr nur noch Feinschliff

Eine beeindruckende Leistung“, lobt der Rathauschef. Die Arbeiten sind weitgehend abgeschlossen. „Das neue Fahrzeug könnte bereits in die Fahrzeughalle gefahren werden“, versichert Mario Ganß. Im Frühjahr müsste nur noch etwas Feinschliff betrieben werden, es stehen beispielsweise noch Estrich-Arbeiten an.

Zudem sollen dann die Außenwände isoliert, verputzt und gestrichen werden. Möglich wäre es, das Feuerwehrgerätehaus in den selben Farben zu streichen wie das angeschlossene Dorfgemeinschaftshaus, welches 2014 im Rahmen der Dorferneuerung umgebaut und erneuert wurde. „Vielleicht aber auch eine andere Farbe. Wichtig ist nur, dass es der Dorfgemeinschaft gefällt“, betont Ganß.

Immer 6 bis 15 Helfer vor Ort

Dass alle Arbeiten in Eigenleistung erledigt werden konnten, ist ungewöhnlich und liegt daran, dass zahlreiche Fachleute tatkräftig mit anpackten. „Je nach Arbeit waren 6 bis 15 Helfer vor Ort. Wir hatten einen Schreiner, einen Sprengler, einen Maurer , einen Elektriker und weitere Experten, die mithalfen. So hat die wochenlange Arbeit viel Spaß gemacht“, urteilt Ganß.

Bürgermeister Spielberger ist von der umfangreichen Arbeit der freiwilligen Helfer begeistert und dankt der „Sälzer Dorfgemeinschaft, die ein sehr ambitioniertes Projekt in sehr kurzer Zeit erledigt hat“.

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