Ab sofort wird dies zu einem Ort des Lernens: Die ehemalige Jugendherberge in Geislitz. Die Montessori-Schule kauft das Gebäude.
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Ab sofort wird dies zu einem Ort des Lernens: Die ehemalige Jugendherberge in Geislitz. Die Montessori-Schule kauft das Gebäude.

Aus Jugendherberge wird Schule

In Geislitz werden künftig 45 Schüler nach Montessori-Konzept unterrichtet

Die Entscheidung über die Jugendherberge in Geislitz ist gefallen. „Wir haben zu Monatsbeginn den Vertrag mit dem Deutschen Jugendherbergswerk unterschrieben“, freut sich Nina Villwock von der Montessori-Schule Main-Kinzig. Sofern die Gemeinde Linsengericht auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet, werden dort ab Mitte August 45 Sekundarschüler lernen. 

Linsengericht - Größere Umbauarbeiten sind erst für das zweite Jahr vorgesehen. „Es ist für unsere Schule ein Glücksfall. Wir waren sehr lange auf der Suche nach dem richtigen Lernort für unsere Sekundarschüler der Klassen 7 bis 10“, fasst Nina Villwock zusammen. Sie ist gemeinsam mit Susen Schorn Geschäftsführerin der gemeinnützigen GmbH in Trägerschaft der Montessori-Schule Main-Kinzig. „Zum einen haben wir Platz für mehr Schüler, zum anderen gibt uns die Jugendherberge viele Möglichkeiten, das Konzept von Maria Montessori in die Tat umzusetzen.“

Interesse schon lange bekannt

Schon lange ist bekannt, dass die Schule Interesse an der seit Ende 2017 geschlossenen Einrichtung hat. Durch die Corona-Krise verzögerten sich die Verhandlungen um zwei Monate. Der Verzicht der Gemeinde auf ihr Vorkaufsrecht sei „reine Formsache“, erklärte Bürgermeister Albert Ungermann (SPD) auf Anfrage. Der Gemeindevorstand werde einen entsprechenden Beschluss fassen. Über die Kaufsumme wurde laut Nina Villwock Stillschweigen vereinbart. Die Gutachten zuvor hätten dem Gebäude gute Substanz bestätigt. „Die Familie Schulz hat als Herbergseltern sehr gute Arbeit geleistet und das Haus in einem solchen Zustand hinterlassen, dass wir nur mit kleinen Vorarbeiten große Teile sofort nutzen können.“

Entwickeln und vergrößern

Deshalb sollen dort ab dem Schuljahr 2020/21 die 45 Sekundarschüler, die stets projektbezogen arbeiten, Einzug halten. „Bisher hatten wir für diese Schüler neben Räumen in unserem Schulgebäude in der Lagerhausstraße in Altenhaßlau ein Haus als Außenstelle.“ In Zukunft soll die Jugendherberge der gemeinsame Standort für alle sein. „Wir haben eine lange Warteliste und müssen jedes Jahr viele Absagen erteilen. Mit den beiden Gebäuden können wir die Schule langsam weiter entwickeln und vergrößern.“

Pacht von weiteren Flächen?

Mit Bedacht soll auch das Gebäude saniert werden. Zudem stünden Gespräche mit dem Main-Kinzig-Kreis an, um Flächen vor und hinter dem Gebäude zu pachten. Dies sei für das pädagogische Konzept notwendig. Das könnte auch von Vorteil für die Geislitzer sein, die in dem Gebiet gern spazieren gehen. Denn Ziel sei es auch, dass sich die Montessori-Schule in die Dorfgemeinschaft einbringe, betont Nina Villwock. Durch das Gebäude „können wir ein durchgehendes und konsequentes Angebot vom Kinderhaus über Grundschule bis hin zur Sekundarschule mit Haupt- und Realschulabschluss bieten.“

jol, pfz

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