Der Verkehrsverein um den Vorsitzenden Heinz Pahlich (zweiter von rechts) stellte Bürgermeister Daniel Christian Glöckner die Neuerungen des Digitalen Stadtrundgangs durch Gelnhausen vor. Foto: Pressestelle Stadt Gelnhausen

Gelnhausen: Neuerungen beim digitalen Stadtrundgang

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Gelnhausen - Der Gelnhauser Verkehrsverein hat seinen digitalen Stadtrundgang optimiert und erweitert. Neu sind Fakten über die Wasserversorgung im Mittelalter und die Mehrsprachigkeit des Angebotes. Außerdem wurde das System mit Blick auf die Benutzerfreundlichkeit weiter verbessert.

Heinz Pahlich verkündete nicht ohne Stolz, dass die Bereiche „Sehenswürdigkeiten“ und „Themen“ des digitalen Stadtrundgangs nun auch in englischer Sprache abgerufen werden könnten.

„15 Prozent unserer Nutzer sind nicht deutschsprachig wie die Statistik zeigt“, so Pahlich, der sich im gleichen Atemzug bei den beiden Vereinsmitgliedern Professor Dr. David und Gail Lupton für die Übersetzung der Texte bedankte. Diese seien bereits online, die Audioversionen folgen laut Pahlich in Kürze.

Akkuverbrauch optimiert

Optimiert wurden die Markerdarstellung, der Akkuverbrauch bei der Wegeführung, die Darstellung der Infofenster und die Hilfestellungen für die Nutzer zur Aktivierung der Ortsdienste auf dem Handy. Eingerichtet wurden sogenannte Hotspots: Beim Erreichen bestimmter Plätze in der Stadt erhält der Nutzer eine Text-/Audio-Botschaft und kann so auf besondere Orte aufmerksam gemacht werden.

Parallel dazu ist auch der Flyer „Digitaler Stadtrundgang“ in einer neuen Fassung erschienen. Nachdem die Inhalte des digitalen Rundgangs 2019 und 2020 stetig erweitert wurden, „war es notwendig, auch den Flyer komplett zu überarbeiten“, so Pahlich. Der Flyer ist in der Tourist- Information und im Rathaus kostenlos erhältlich.

Kulturhistoriker Kling mit im Boot

Ganz neu ist das Thema „Wasserversorgung im Mittelalter“. Wasser war in Gelnhausen reichlich vorhanden. „Man kann heute davon ausgehen, dass die zahlreichen Quellen mit ein Grund dafür waren, das Kaiser Friedrich I. sich dafür entschied, hier eine neue Stadt zu bauen“, so Pahlich. Dabei betonte er einmal mehr, dass sich der Verkehrsverein beim Aufbau der Themen auf die Geschichtsschreibung und das Wissen von Fachleuten wie das des Gelnhäuser Kulturhistorikers Burkhard Kling verlasse.

Etwa 120 Brunnenanlagen aus dem Mittelalter seien bekannt. Sie befänden sich größtenteils in Privatgebäuden und seien für Besucher nicht zugänglich, so Pahlich weiter. Einige seien aber zu besichtigen.

Stadt auf eigene Faust erkunden

Bürgermeister Daniel Christian Glöckner lobte den Verkehrsverein für seine innovativen Impulse und die Fleißarbeit. „Wir können stolz sein, dass wir in unserer Mitte einen Verein haben, der sich mit einer solchen Ausdauer für Stadtrundgänge, die auf moderner Technik basieren, engagiert. Dadurch haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die Stadt jederzeit auf eigene Faust zu erkunden“, freute er sich über das weiterentwickelte Angebot. / akh

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