Fotos und Videomaterial: Fuldamedia

Generalbundesanwalt: Täter hatte „zutiefst rassistische Gesinnung“ (mit Video)

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Hanau - Durch Schüsse eines 43-Jährigen sind in Hanau in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zehn Menschen getötet worden. Auch der Schütze ist nicht mehr am Leben. Inzwischen sind ein Bekennerschreiben und ein Video aufgetaucht.

Bei den beiden Personen handelt es sich laut dem ARD-Terrorismus-Experten Holger Schmidt um den 43-jährigen Tobias R. und seine 72-jährigen Mutter. Beide wiesen Schussverletzungen auf. Auch eine Waffe wurde am Tatort gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass Tobias R. seine Mutter und sich selbst nach dem Amoklauf erschossen hat.

Rassistisches Motiv?

Zu den Hintergründen der Tat liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Nach Informationen des hr gehen die Ermittler aber von einem rechtsradikalen Hintergrund aus. Schon in der Nacht hatte laut dpa-Informationen deshalb der Generalbundesstaatsanwalt die Ermittlungen übernommen.

Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) sagte am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden, die Generalbundesanwaltschaft ermittle wegen Terrorverdachts. Ein fremdenfeindliches Motiv sei durchaus gegeben, sagte Beuth. „Es ist ein Anschlag auf unsere freie und friedliche Gesellschaft“, wird Beuth zitiert.

Der mutmaßliche Täter, nach ersten Erkenntnissen ein Sportschütze, sei den Behörden weder als fremdenfeindlich bekannt gewesen, noch polizeilich in Erscheinung getreten.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern weiter an. Die Kriminalpolizei bittet zur Erhellung des Sachverhalts unter der Rufnummer (06181) 100123 um Hinweise und hat zudem extra eine Seite eingerichtet, bei der Bürger Fotos und Videos, die zu Aufklärungszwecken dienen könnten, einstellen können.

Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald nähere Informationen vorliegen. / dpa, sec, akh

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