Fotos: Barbara Kruse

Großreinemachen im Winter: So rüstet sich der Steinauer Erlebnispark für die neue Saison

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Steinau - „Oftmals haben Kinder an den einfacheren Dingen die größte Freude.“ So begründet Theo Zwermann die neueste Anschaffung für den Erlebnispark in Steinau: Ein Ei, in dem sich Kinder wie ein Küken fühlen können. Im Gespräch mit unserer Zeitung verrät der Betreiber, dass auch im Winter so einiges zu tun ist, damit der Park in jedem Frühjahr wieder eröffnet werden kann.

Von Barbara Kruse

Noch bis zum Beginn der Osterferien bleibt der Erlebnispark in Steinau geschlossen – wie alljährlich im Winterhalbjahr. Was in dieser Zeit alles hinter den Kulissen geschieht, das hat Betreiber Theo Zwermann im Gespräch mit unserer Zeitung verraten.

Spielgeräte ausbauen, Wasserleitungen abstellen

„Für meine Mitarbeiter und mich ist nach der Saison vor der Saison“, sagt er. Das Personal hält deshalb den Erlebnispark an 365 Tagen im Jahr am Laufen und bringt ihn vor der Wiedereröffnung auf Vordermann. Und im Erlebnispark Steinau ist immer etwas zu tun. So heiße es nach den Herbstferien, den gesamten Park winterfest zu machen. Spielgeräte werden zum Teil abgebaut. Wasserleitungen werden frostsicher abgestellt.

Tiere ziehen in spezielle Winterställe

Auch die Tiere haben Ferien und ziehen in spezielle Winterställe um, damit die Sommerställe gesäubert und desinfiziert werden können. Bäume und Sträucher erhalten den notwendigen Schnitt. Es gilt den Teich zu säubern und das herabgefallene Laub zu entfernen. „Das alles wollen wir möglichst bis Weihnachten erledigt haben“, erläutert Erlebnispark-Betreiber Zwermann. „Wir müssen alles tun, was in jedem Garten anfällt, nur eben in größerem Rahmen.“

Geräte bekommen neuen Anstrich

Ab Dezember bis Mitte Januar ist dann Betriebsurlaub. Schließlich wollen die Mitarbeiter auch einmal in den wohlverdienten Urlaub fahren. Wenn alle aus den Weihnachtsferien zurück sind, geht die Arbeit in den Werkstätten so richtig los.

Die Maler streichen alles, was im neuen Jahr mit frischer Farbe erstrahlen soll. Manche Geräte hingegen müssen auch im Sommer gestrichen werden, erklärt Zwermann – etwa, wenn sie wegen ihrer schieren Größe nicht abgebaut werden können.

Fahrgeschäfte auf Herz und Nieren geprüft

In der Schlosserwerkstatt werden die Fahrgeschäfte überprüft und auf den neuesten Stand gebracht. Bevor die Saison dann wieder los geht, kommt der Tüv in den Erlebnispark, um die Fahrgeschäfte auf Herz und Nieren zu prüfen. In der Holzwerkstatt wird hölzernes Inventar repariert, erneuert oder neu gebaut.

Im Februar beginnt im Erlebnispark dann die eigentliche Arbeit. Dann wird zur Winterzeit Abgebautes wieder zusammengebaut. Es folgen Probeläufe, damit später im Betrieb alles einwandfrei funktioniert. Der Februar sei laut Zwermann auch die Zeit, in der erste Besucher bereits die kostenlosen Grillhütten reservieren.

„Winterpause zu kurz für die Fülle der Arbeiten“

Die Gaststätte im Erlebnispark wird etwa vier bis fünf Wochen vor der Eröffnung auf Vordermann gebracht. „Eigentlich ist die Winterpause zu kurz für die Fülle der Arbeiten“, gibt Zwermann zu bedenken.

Zudem werden Messen wie die Intergastra oder die internationale Freizeitmesse besucht, um neue Produkte kennenzulernen oder sich Inspirationen zu holen. Es müssen Lieferantengespräche geführt, Anfragen per E-Mail beantwortet werden. Auch verloren gegangene Gegenstände, beispielsweise im Bällebad, werden im Winter gesucht. Nicht selten fänden Handtaschen, teure Handys oder Geldbörsen durch ehrliche Finder zurück zu den Eigentümern, freut sich Zwermann.

Mannshohes Ei zum Hineinklettern

Auch 2020 hat der Freizeitpark Neues zu bieten. Zwar gibt es kein neues Fahrgeschäft, dafür aber ein mannshohes modelliertes Ei, in das Kinder hineinklettern und sich so wie ein Küken fühlen können. Zudem wurde das Areal zum Kugelstoßen mit neuen Holzkugeln erweitert.

Preise bleiben konstant

„Wer öfter zu uns kommt, entdeckt immer was Neues“, ist sich Zwermann sicher. Der Parkbetreiber genießt es, eigene Ideen umsetzen zu können. Man dürfe dabei nicht verlernen, die Welt aus Kinderaugen zu sehen. „Man braucht keine Millionen für Hightech-Bahnen auszugeben, insbesondere um jüngere Kinder anzusprechen. Wenn der Spielwert stimmt, passt auch die Verweildauer“, ist sich Zwermann sicher. Und er hat auch eine gute Nachricht in Sachen Eintrittspreise: Die bleiben nämlich konstant.

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