Foto: Volker Nies

Grünschnitt bleibt vorerst zu Hause – Annahmestellen sind weiterhin geschlossen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Schlüchtern - Anders als im Landkreis Fulda und in Gelnhausen bleiben die Sammelstellen etwa für Grünschnitt des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises geschlossen. Hinzu kommt: In Schlüchtern gibt es erst einmal keine häufigere Leerung der Bio-Tonne.

Die Abfall- und Schadstoffsammlungen des Eigenbetriebs bleiben nach wie vor für private Anlieferungen geschlossen, teilt die Kreispressestelle auf Anfrage mit. Geplant ist bislang eine Frist bis mindestens Ende der Osterferien. Als Grund wird angeführt, dass für die Annahme von Abfällen wie Grünschnitt oder Kompost Gebühren anfallen und beim Bezahlen ein Kontakt unvermeidlich sei.

Von dieser Regelung betroffen ist die Annahme von Altpapier, Rest- und Sperrmüll, Elektrogeräte, Erde und Bauschutt im Abfallwirtschaftszentrum Gelnhausen-Hailer und an der Annahmestelle in Hohenzell. Eingestellt ist damit auch die Annahme von Grünschnitt aus Privathaushalten auf den Kompostanlagen.

Schlüchtern und Nidderau nehmen Elektrogeräte

Hier empfiehlt der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft „eine Zwischenlagerung auf dem eigenen Grundstück, wenn dafür die Biotonne nicht ausreicht“. Ebenso wird derzeit kein Sonderabfall am Schadstoffmobil und an der stationären Sammelstelle in Schlüchterns Gartenstraße angenommen.

Aktuell noch für den Publikumsverkehr geöffnet sind die Annahmestellen für Elektrogeräte in Schlüchtern und Nidderau. Auch die Anmeldung großer und schwerer Haushaltsgeräte für die Abholung ist weiterhin möglich. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die Sammelstellen und Einrichtungen ihrer Wohngemeinde zu nutzen (soweit diese noch geöffnet haben) und Kartons zu zerschneiden, damit das Volumen der Altpapiertonnen und -container vollständig ausgenutzt wird.

Wertstoffhof Gelnhausen ist wieder geöffnet

Die Entsorgung der in den Müllgefäßen gesammelten Abfälle ist sichergestellt, betont der Eigenbetrieb. Im Landkreis Fulda hatten diese Woche die Stadt Fulda und die weiteren 23 Kommunen beschlossen, angesichts der Frühjahrsarbeiten in den Gärten, bei denen vermehrt Grünschnitt anfällt, ihre Sammelstellen unter Auflagen wieder zu öffnen. Auch der Wertstoffhof der Stadt Gelnhausen ist wieder geöffnet.

Die neue Abfallsatzung der Stadt Schlüchtern, die Mitte März in Kraft getreten ist, sieht zwischen Juni und September eine wöchentliche Leerung der Biotonne vor. In der übrigen Zeit bleibt es beim Intervall von zwei Wochen.

Frage noch nicht final geklärt

Die SPD-Fraktion hatte im Oktober den Antrag gestellt zu prüfen, ob auch in den Monaten Mai und Oktober die Biotonne wöchentlich geleert werden kann. Dies hätten sich insbesondere Gartenbesitzer gewünscht, bei denen in diesen Monaten besonders viel Grünschnitt anfalle. Deshalb sollte geklärt werden, ob dies möglich ist und was dies kosten würde. Die Initiative der Sozialdemokraten hatte die ungeteilte Zustimmung der übrigen Fraktionen erhalten.

Während der Diskussion in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses stellte sich heraus, dass diese Fragen noch nicht im Detail beantwortet sind. Die Kosten für diese zwei Monate, so hieß es, beliefen sich auf 16.000 Euro plus Deponiekosten. Das sei kein kleiner Betrag. Den Vorteil hätten Gartenbesitzer und jene, welche eine Biotonne haben, aber zahlen müssten alle. Als Alternative wurde dafür geworben, dass Gartenbesitzer in diesen Sommermonaten eine zusätzliche Biotonne bestellen könnten. Das machten viele.

Fremdstoffprüfung bei Bioabfällen?

Helmut Meister (SPD) beharrte darauf, dass der Prüfauftrag seiner Fraktion erledigt wird, damit vielleicht für das nächste Jahr eine Entscheidung herbeigeführt werden könne, „ansonsten schmeißen die Leute ihren Kram einfach in den Graben“.

Die Verwaltung wies auf zwei Entwicklungen hin: Zum einen müsse man damit rechnen, für Altpapier nicht mehr Geld zu bekommen, sondern dafür zu zahlen. Zum anderen sei festzustellen, dass der Biomüll stark verunreinigt sei. Die Stadt prüfe deshalb das Angebot einer Firma, die den Bioabfall auf Fremdstoffe hin kontrolliere. Sei dies der Fall, dann werde die Tonne nicht geleert und bleibe einfach stehen. / ag

Das könnte Sie auch interessieren