Sieben Bewerber kämpfen um den Einzug ins Hanauer Rathaus.
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Sieben Bewerber kämpfen um den Einzug ins Hanauer Rathaus.

Wahl am 14. März

Oberbürgermeisterwahl in Hanau: Das sind die sechs Herausforderer von Amtsinhaber Claus Kaminsky

Knapp vier Wochen sind es noch bis zum „Superwahlsonntag“ in der Stadt Hanau, denn beim Urnengang am 14. März wählen die Hanauer auch ihren Oberbürgermeister – oder eine Oberbürgermeisterin.

Hanau - Die Wahlberechtigten der größten Stadt im Main-Kinzig-Kreis, die denselben bekanntlich in absehbarer Zeit gern verlassen und kreisfreie Stadt werden möchte, wählen am Tag der Kommunalwahl auch ihr Stadtoberhaupt neu. Die Amtszeit des Chefs oder der Chefin im Hanauer Rathaus währt sechs Jahre. Insgesamt sechs Kandidaten und eine Kandidatin haben für den politischen Wettstreit um den Posten des Oberbürgermeisters ihren sprichwörtlichen Hut in den Ring geworfen. Der Gemeindewahlausschuss hat im Januar alle Bewerber zur Wahl zugelassen.

Für die SPD bewirbt sich Amtsinhaber Claus Kaminsky ein weiteres Mal um das Vertrauen der Hanauerinnen und Hanauer. Für den 61-jährigen Diplom-Verwaltungswirt wäre es die vierte Amtszeit. Er geht als klarer Favorit in diese Abstimmung. Kaminsky ist gebürtiger Hanauer und Vater dreier Söhne.

Oberbürgermeisterwahl in Hanau: Claus Kaminsky (SPD) kandidiert für vierte Amtszeit

Auch die Christdemokraten schicken mit Jens Böhringer einen waschechten Hanauer ins Rennen. Der 35-jährige verheiratete Vater zweier Kinder arbeitet im Vertrieb, ist seit 2010 Vorsitzender des CDU-Ortsverbands im linksmainischen Hanauer Stadtteil Steinheim und seit 2016 Stadtverordneter. (Lesen Sie hier: Oberbürgermeisterwahl in Fulda: Wingenfeld und Wulff erhalten keine Unterstützung von anderen Parteien)

Mit Anja Zeller geht die einzige Frau im Kandidatenrennen für die Grünen an den Start. Die gebürtige Stuttgarterin lebt seit 1992 in der Brüder-Grimm-Stadt, ist studierte Kunsthistorikerin und Goldschmiedin. Sie leitet derzeit die Stabsstelle Nachhaltige Strategien in Hanau. Zuvor war die 49-Jährige Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Hanauer Stadtverordnetenversammlung.

Oberbürgermeisterwahl in Hanau: Nur eine Frau tritt an

Jochen Dohn bewirbt sich für Die Linke um den Chefsessel im Neustädter Rathaus. Er ist Jahrgang 1972, in Hanau geboren, und war viele Jahre Mitglied der Stadtverordnetenversammlung seiner Vaterstadt, unter anderem für die Alternative Linke Fraktion (ALF). Dohn ist von Beruf Diplom-Sozialarbeiter und derzeit Mitarbeiter der beiden Linken-Landtagsabgeordneten Saadet Sönmez sowie Herrmann Schaus.

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky will wiedergewählt werden.

Mit dem Motto „Mehr Mensch – weniger Partei“ wirbt Dr. Gerhard Stehlik um die Wählergunst. Der 77-Jährige ist in Karlsruhe geboren, promovierter Chemiker und engagierte sich lange Zeit für die FDP. 2015 war er als Einzelkämpfer bei der Landratswahl im Main-Kinzig-Kreis angetreten. Neben seiner OB-Kandidatur bewirbt sich Stehlik parallel auch um ein Mandat im Kreistag. Dies allerdings nicht als unabhängiger Kandidat oder für die Liberalen, sondern auf der Liste der Alternative für Deutschland (AfD).

Oberbürgermeisterwahl: Einige Bewerber haben Parteiwechsel hinter sich

Die Rechtsaußenpartei tritt zwar bei den Kommunalwahlen am 14. März auch in Hanau nicht an, schickt aber mit Meysam Ehtemai einen Bewerber um den OB-Posten an den Start. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur mit iranischen Wurzeln (Jahrgang 1980) ist Stadtverordneter in Limburg. Vor seinem Wechsel zur AfD war er SPD-Mitglied. Die gleiche politische Wandlung trifft auch auf den ehemaligen AfD-Landratskandidaten Walter Wissenbach aus Hanau-Steinheim zu, der inzwischen für die Rechtsaußenpartei im hessischen Landtag sitzt.

Als unabhängiger Kandidat geht Sven Zinserling ins „Rennen“. Zinserling ist Jahrgang 1968 und arbeitet als Schauspieler für Werbespots und verschiedene Formate von Fernsehsendern und Rundfunkanstalten. Kommunalpolitisch ist Sven Zinserling bisher in Hanau allerdings noch nicht in Erscheinung getreten. (ic, hgs)

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