Foto: Marius Scherf

Hans-Michael Mahr als Leiter des Hutten-Gymnasiums verabschiedet worden

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Schlüchtern - Es wirkte fast wie ein Klassentreffen: Sehr viele ehemalige Lehrerkollegen haben am Dienstag den Weg in die Aula des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums gefunden, um ihren Weggefährten, Oberstudiendirektor Hans-Michael Mahr (64) in den Ruhestand zu verabschieden.

Von unserem Redaktionsmitglied Marius Scherf

„Wer kann schon von sich behaupten auf 40 Jahre Schuldienst zurückblicken zu können.“ Mit diesen Worten begrüßte Oberstudienrat Andreas Schneider die anwesenden Gäste. Zahlreiche Redner warteten darauf, Worte des Dankes und Abschieds an Mahr zu richten, der die Schule acht Jahre lang leitete.

Doch zunächst gab die Big Band des Hutten-Gymnasiums unter Leitung von Franz-Josef Schwade ihr Bestes und beeindruckte die Anwesenden durch ihren Sound.

Schulleiter, der zu vermitteln wusste

Joachim Pfannmüller, Schulamtsdirektor im Main-Kinzig-Kreis, schlug hingegen ruhige Töne an und porträtierte Mahr als „versierten Schulleiter, der stets zu vermitteln wusste“. Pfannmüller habe ihn als angenehmen Gesprächspartner erlebt: „Er war respektiert und gefragt.“ Mahr habe Pädagogik und Unterricht gut vereinen können und so für eine nachhaltige Schulentwicklung gesorgt.

Dem schloss sich auch der Kreisbeigeordnete, Winfried Ottmann (CDU) an: „Dank Herrn Mahr ist das Hutten-Gymnasium weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt.

„Alles hat seine Zeit“

Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) strich in seinen Grußworten die Bedeutung der Bildung heraus, die mehr sei als das bloße Vermitteln von Fachwissen: „Bildung ist die beste Mitgift des Lebens.“ Und einen Großteil seines Lebens habe Mahr der Bildung gewidmet. Doch: „Alles hat seine Zeit – nun kommt die der Ruhe“, gab Pfarrerin Simone Schneider, mit Blick auf den anstehenden Ruhestand, Mahr mit auf dem Weg.

Stellvertretend für das Kollegium bedankten sich Diane Haufe und Nicole Müller mit einem Geschenkepaket bei ihrem Vorgesetzten. Zahlreiche Worte des Dankes kamen ebenso vom Vorsitzenden des Fördervereins, Stefan Kreß, oder dem des Elternbeirats Dirk Leisenberg, sowie von der Schülervertretung durch Lara Reichel und Nico Minister.

Mahr macht es schließlich kurz, und bedankte sich bei all seinen langjährigen Weggefährten und Kollegen. Er sei sicher, dass die Zukunft der Schule gesichert ist.

Zur Person

Hans-Michael Mahr (64) ist in Mittelkalbach aufgewachsen, wo er auch heute noch wohnt. Er ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Söhne. Mit dem Abitur in der Tasche verließ Mahr im Jahr 1973 vorerst die Fuldaer Winfriedschule, um in Gießen Mathematik, Physik und Informatik zu studieren. Jedoch kehrte er als Referendar 1980 an seine ehemalige Schule zurück.

Die Winfriedschule ist neben dem Schlüchtern Ulrich-von-Hutten-Gymnasium eine von zwei Schulen, die sein berufliches Leben besonders prägen sollten. Nach dem Zweiten Staatsexamen im Jahr 1982 verließ der junge Lehrer die Winfriedschule abermals und unterrichtete in Idstein an der Pestalozzischule. Fünf Jahre später verschlug es den Mittelkalbacher dann erstmals nach Schlüchtern ans Hutten-Gymnasium.

Hier blieb er, bis er 1997 – nach einem Erweiterungsstudium im Fach Informatik – als Studienleiter an die Winfriedschule Fulda zurückkehrte. 2012 folgte die „Rolle rückwärts“ zum Hutten-Gymnasium. Hier wurde er Schulleiter. Im September 2019 wurde der Oberstudiendirektor für 40 Jahre im hessischen Schuldienst ausgezeichnet. In seiner Freizeit ist Mahr ehrenamtlich vielseitig engagiert, zum Beispiel als Vorsitzender des Schützenvereins Mittelkalbach. / tim

Das könnte Sie auch interessieren