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Hessen, Main-Kinzig-Kreis und Vogelsberg: Ein gutes Jahrzehnt für den Arbeitsmarkt

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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REGION - Die Arbeitslosigkeit ist im Dezember nicht nur hessenweit, sondern auch im Main-Kinzig- und im Vogelsbergkreis gestiegen. Dennoch war das abgelaufene Jahrzehnt mit Blick auf die Beschäftigungsentwicklung ein gutes.

Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen seit 2009 beträgt fast 30 Prozent. Almuth Schlosser von der Regionaldirektion Hessen sagt: „2019 ist sehr gut verlaufen. Der Jahresdurchschnittswert stellt mit etwa 150 000 Arbeitslosen das beste Ergebnis der Dekade dar.“ Besonders profitierten Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, aber die gute Konjunktur kam auch Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Behinderungen zugute.

Steigende Zahl

Betrachtet man in Hessen nur den Dezember, so stieg die Zahl der Jobsuchenden im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent. Für Schlosser dennoch kein Grund zur Sorge: Zum einen gebe es saisonale Effekte, zum anderen sei die Arbeitskräftenachfrage stabil. „Besonders das Baugewerbe, die Öffentliche Verwaltung sowie das Gesundheits- und Sozialwesen suchen verstärkt Mitarbeiter.“

Für dieses Jahr erwartet die Regionaldirektion Hessen „einen weiteren Anstieg der Beschäftigtenzahlen und einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit“.

Landkreis Fulda im Hessenvergleich vorne

Die Arbeitslosenquote stieg in Hessen im Dezember um 0,1 Punkte auf 4,3 Prozent. Im Hessenvergleich steht der Landkreis Fulda mit einer Quote von 2,6 Prozent am besten da. Ebenfalls unter der Vier-Prozent-Marke lag der Vogelsberg, während der Main-Kinzig-Kreis die 5 Prozent nicht überschritt und sogar im Schnitt näher an den 4 Prozent lag.

Hier stieg zwar die Arbeitslosenzahl im Dezember leicht um 112, dies wirkte sich aber nicht auf die Quote aus, die bei 4 Prozent verharrte. Im Dezember 2018 lag sie noch 0,1 Punkte darunter. Die Bandbreite im Kreisgebiet ist allerdings groß: So lag die Quote in der Stadt Hanau bei 7,1 Prozent, während für die Geschäftsstelle Schlüchtern im Dezember 2,6 Prozent und damit 0,1 Punkte mehr als im November ausgewiesen werden. Insgesamt verzeichnete Schlüchtern für diesen Bezirk 1370 arbeitslose Personen, 55 mehr als im November. Bei der Hanauer Arbeitsagentur waren im Dezember 3280 offene Stellen gemeldet, immerhin 2,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Bau- und produzierendes Gewerbe betroffen

Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen, zu dem auch der Vogelsbergkreis gehört, stieg die Arbeitslosenzahl im Dezember um 403 auf rund 16.000. Die Quote erhöhte sich um 0,1 auf 4,3 Prozent. Vor einem Jahr waren noch 807 Menschen weniger erwerbslos gemeldet. Die Quote betrug damals 4,2 Prozent. Auch hier werden saisonale Gründe für den Anstieg herangeführt, denn „vorwiegend waren Personen betroffen, die im Bau- und im produzierenden Gewerbe tätig sind“, teilt die Arbeitsagentur Gießen mit.

Der Anstieg im Dezember betrifft alle drei Landkreise, also Gießen, Vogelsberg und Wetterau. Im Kreis Gießen lag die Quote bei 5,3 Prozent, im Wetteraukreis bei 3,8 Prozent und im Vogelsbergkreis unverändert bei 3,4 Prozent. Hier waren im Vormonat 2000 Personen arbeitslos gemeldet, 41 Personen mehr als noch im November. Im Vorjahresmonat waren 33 Erwerbslose mehr gezählt worden. Die Quote lag damals bei 3,5 Prozent. / ag

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