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Mit Humor und purer Energie: „Ringmasters“ begeistern bei ihrem Auftritt in der Katharinenkirche

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Steinau - Mit dem Auftritt der „Ringmasters“ in der Katharinenkirche in Steinau gelang der Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten „25 Jahre Kuki“.

Von Andrea Euler

„Lausbubencharme“ wird ihnen verschiedentlich attestiert – und damit liegen die Kritiker goldrichtig: Die vier überaus sympathischen Sänger der A-cappella-Band „Ringmasters“ aus Schweden überzeugten beim Konzert am Sonntagabend in der Kulturkirche Katharinenkirche in Steinau bereits mit dem ersten Lied alle Gäste. Von „Tonight, tonight“, bekannt aus der West Side Story, bis zum Abschiedslied „Goodnight, Sweatheart“ hielten die großartigen Stimmen des Barbershop-Quartetts die Zuhörerschar, die die Kirche ausfüllte, in Atem. Die Barbershop-Weltmeister von 2012, die als erste nicht-amerikanische Gruppe in der mehr als 50-jährigen Geschichte des Wettbewerbs zu Siegern gekürt wurden, lieferten ein Konzert der Extra-Klasse, das für das Kuki Schlüchtern den Auftakt zum Jubiläumsprogramm anlässlich des 25-jährigen Bestehens bildete.

Mit Energie, Humor und einer sympathischen Art, sich immer mal wieder der deutschen Sprache zu bedienen, machten es die vier seit ihrer Schulzeit befreundeten Sänger den Gästen leicht, den Abend zu genießen. Dynamisch präsentierte das Quartett ein breites Spektrum an Songs, das von Broadway-Titeln über Filmklassiker bis hin zu Liedern von Elvis Presley und Disneys „You can fly“ aus „Peter Pan“ reichte. Doch die perfekte Darbietung war es nicht allein, die die Stimmung an diesem warmen Abend ausmachte. Die Präsentation, trotz nur kleiner Gesten maximal wirkungsvoll, unterstrich die Hingabe, mit der sich Jakob Stenberg (Tenor), Rasmus Krigström (Lead), Emanuel Roll (Bariton) und Martin Wahlgren (Bass) ihrem Vortrag widmeten. Eine Hingabe, die ihren Widerhall fand: Das Publikum ließ sich vom ersten Lied an zu Begeisterungsstürmen hinreißen, applaudierte, tobte.

Gäste aus Schweden, Dänemark und sogar aus den USA fanden sich in der Kirche, geeint von der Begeisterung für die Musik, die dieses unvergleichlich locker agierende Männerquartett als eines der weltbesten zu bieten hat.

Die Begeisterung: Sie befruchtete Publikum und Künstler wechselseitig. Die „Ringmasters“ dankten gleich eingangs für „such enthusiasm so early in the show“ („Eine solche Begeisterung zu einem solch frühen Zeitpunkt der Show“), freuten sich erkennbar über all die Begeisterungsstürme, die jedem einzelnen Liedvortrag folgten. „A great and cheerful audience“ („Ein großartiges und heiteres Publikum“), wie die Sänger lobten, die die Kirche für ihre schöne, natürliche Akustik schätzten. Glücksmoment pur: Das gemeinsame Anstimmen des Songs „All you need ist love“, wobei die Männer es nicht beim Singen beließen, sondern im Publikum dem ein oder anderen Gast eine feste Umarmung zukommen ließen. Eine magische Atmosphäre an einem sicher unvergesslichen Abend, die ein glückliches Lächeln ins Gesicht und ein zufriedenes, entspanntes Gefühl in die Seele der Zuhörerschaft zu zaubern vermochte.

Den Abend eröffnet hatte die A cappella-Frauengruppierung „Sweet Viala“, die zum Grimm-Misch-Chor gehört und von Peter Grimm geleitet wird. „Wir haben uns sehr über die Einladung des Kuki gefreut, wenn wir auch etwas aufgeregt sind“, betonte Iris Schwab als Conférencière.

Die Gruppierung, die am Konzertabend von Matthias Würfl unterstützt wurde, schaffte es mit ihrem halbstündigen Vortrag, die Gäste auf das Folgende vorzubereiten. Standing Ovations gab es auch für sie – die applaudierfreudigen Konzertgäste honorierten die acht Musikbeiträge von „Wake me up“ über „So lang man Träume noch leben kann“ bis hin zu „And so it goes“ nahezu ebenso enthusiastisch, wie die Vorträge der Barbershop-Weltmeister.

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