Die Veranstaltung am Montag war überaus gut besucht. / Fotos: Elisabeth Schmitt

Hunderte Interessierte bei Infoabend zu Bahntrassen durchs Kinzigtal

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Bad Soden-Salmünster - Das Spessart-Forum Kultur schien aus den Nähten zu platzen bei der Informationsveranstaltung der Bürgerinitiativen zum Thema Bahntrassen. Alle Plätze waren besetzt, etliche Menschen standen und viele nahmen vor der geöffneten Tür im Foyer Platz.

Von den sieben vorgelegten Trassenvarianten führen sechs irgendwo durch Bad Soden-Salmünster, erfuhren die Zuhörer. Die Bahn habe beschlossen, bis 250 Meter an die Orte heranzugehen, was bei ICE-Zügen möglicherweise noch erträglich sein könne, aber nicht bei Güterzügen. Selbst wenn die Bahn eigene Güterzüge mit leisen Rädern und Bremsen ausrüste, reiche das nicht, denn der größte Teil des Güterverkehrs erfolge durch private und ausländische Unternehmen. Ob die umrüsten sei fraglich.

Es scheine, als ob die Bahn das „Nadelöhr Bad Soden-Salmünster“ knacken wolle, um andere zu schonen, meinte Andreas Harner (Marborn), Vorsitzender der Bürgerinitiative „Keine neue Bahn im Kinzigtal“. Eine Trasse auf Stelzen über das Tal bringe auch Lärm. Zwar höre man die in der Höhe fahrenden Züge vielleicht weniger, aber auch die Bauwerke werden schwingen und das bedeute zusätzlichen Schall, so Palige.

Er ermunterte die Menschen, ihre Sorgen und vor allem die sachlichen Argumente gegen die Trassen der Bahn mitzuteilen. „Die Bahn wird erst etwas ändern, wenn wir unbequem werden“, hieß es. Also „Schreiben sie Mails an Herrn Dr. Domke und Frau Katzenbach-Trosch“, so Harner. Sie seien Ansprechpartner und ihre Mailadressen über die Website hanau-wuerzburg-fulda.de abrufbar.

Die Sprecher der Bürgerinitiativen regten eine Sternwanderung mit Kundgebung an. Derzeit prüfe die Bahn in einem aufwändigen Verfahren noch die verschiedenen Varianten. In absehbarer Zeit entscheide sie sich für eine Variante und dann werde deren Bau vorangebracht. / lis

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