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Jahreswechsel in Bergwinkel und Blauem Eck: Zwei kleine Feuer und ein toter Keiler

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Region - Der Silvestertag und die darauffolgende Nacht des Jahreswechsels ist in Bergwinkel und Blauem Eck weitgehend unspektakulär verlaufen. Die ersten zwei Stunden des Jahres 2020 hat jedoch ein Wildschwein nicht überlebt, das in Steinau den Bahngleisen zu nahe gekommen ist.

Von unserem Redaktionsmitglied Hanns Szczepanek

Die Erstmeldung zu diesem Vorfall hörte sich in der Nacht zu Mittwoch um 1.40 Uhr allerdings dramatisch an, berichtete Steinaus Stadtbrandinspektor Dietmar Berthold gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Denn zunächst gingen die Einsatzkräfte davon aus, dass womöglich ein Mensch von einem Zug erfasst worden sein könnte.

Keiler tödlich verunglückt

Daher rückten neben der Freiwilligen Feuerwehr auch Rettungsdienste, Bundespolizei und Kripo zu der Unfallstelle zwischen Steinau und Ahl aus. Beim Absuchen des Streckenabschnitts wurde aber recht schnell klar, dass es sich bei dem Opfer der Kollision um keinen Menschen, sondern um einen Keiler gehandelt hat, für den der nächtliche Kontakt zu dem Schienenfahrzeug tödlich ausging.

Einige Stunden zuvor war die Steinauer Innenstadt-Feuerwehr sowie Brandschützer aus dem Jossgrund zu einem Einsatz in Marjoß ausgerückt. Nach Auskunft der Feuerwehr war in dem Stadtteil zwischen 20 und 20.30 Uhr eine Abdeckfolie an der Seitenwand einer Scheune in Brand geraten und musste gelöscht werden. Verletzt wurde dabei offenbar niemand. Zu Brandursache und Schadenshöhe konnte die Stadtbrandinspektion am Neujahrstag aber noch keine Angaben machen.

Keine Einsätze im Sinntal

In der benachbarten Gemeinde Sinntal verzeichneten die Feuerwehren rund um den Jahreswechsel keine Einsätze, was der dortige Gemeindebrandinspektor Thomas Gärtner gegenüber unserer Zeitung mit den Worten „da sind wir auch froh drum“ kommentierte. Ähnlich äußerte sich auch sein Schlüchterner Amtskollege Werner Kreß sowie der stellvertretende Wehrführer der Freiensteinauer Feuerwehr, Heiko Lein. In beiden Kommunen blieben die Einsatzfahrzeuge in den Garagen.

Oliver Lüdde, Stadtbrandinspektor von Bad Soden-Salmünster, vermeldete auf Anfrage nur einen kleinen Einsatz im Huttengrund. Gegen 3.25 Uhr hatte in einem Privathaus in der Silvesternacht wohl ein Gas-Heizbrenner Feuer gefangen. Als die Feuerwehrleute eintrafen, sei der Brand am Gerät zwar schon gelöscht gewesen, die Einsatzkräfte hätten jedoch noch die Gaszufuhr untersucht, um weitere Gefahrenquellen oder eine Wiederholung des Vorfalls auszuschließen.

Keine Verletzungen durch Feuerwerk

Die Pflegedienstleitung des Kreiskrankenhauses Schlüchtern erklärte unserer Zeitung, der Jahreswechsel in der Notaufnahme der Klinik an der Kurfürstenstraße habe sich nicht von regulären Wochenenden unterschieden. Somit habe es keine nennenswerte Zahl zu versorgender Patienten gegeben, die etwa mit Brandwunden oder anderweitig durch Feuerwerkskörper verursachten Verletzungen Hilfe gesucht hätten.

Die Polizeistation Bad Orb meldete außer einem offenbar durch Alkoholkonsum sehr lauten, aber nicht handgreiflichen Familienstreit in Bad Orb „keine besonderen Vorkommnisse“, was ebenso für die Stadt Bad Soden-Salmünster gelte. Der am Mittwochnachmittag Wachhabende sagte dazu, er habe sich bei der Dienstübernahme am Neujahrsmorgen fast ein wenig gewundert, dass der Jahreswechsel in dem Dienstbezirk derart so ruhig verlaufen sei.

Ruhiger Jahreswechsel im Bergwinkel

Sein Amtskollege in der Polizeistation Schlüchtern berichtete am Mittwochnachmittag nur von kleineren Unfällen oder Ereignissen. So hat sich den Angaben zufolge am Neujahrsmorgen ein Wildunfall zwischen den Sinntaler Ortsteilen Oberzell und Weichersbach ereignet, bei dem Sachschaden in Höhe von etwa 500 Euro entstanden sei. In Schwarzenfels werde ein braun-weißer, etwa mittelgroßer Hund vermisst, der von seinem äußeren Erscheinungsbild einem Großpudel gleiche.

Insgesamt beschrieb der Wachhabende in Schlüchterns Polizeistation den Jahreswechsel im Bergwinkel als „recht ruhig“. Den Beamten seien auch keine „handfeste“ Streitereien oder Gewalt gegen Personen bekannt geworden.

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