Die Baustelle des Projekts „Great East“ im Frankfurter Osten, für das die Schlüchterner Baufirma Jökel den Rohbau errichtet.
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Die Baustelle des Projekts „Great East“ im Frankfurter Osten, für das die Schlüchterner Baufirma Jökel den Rohbau errichtet.

Zahl der Beschäftigten steigt

Jökel Bau aus Schlüchtern errichtet Hochhäuser in Frankfurt - Bagger mit 3D-Steuerung im Test

  • Alexander Gies
    vonAlexander Gies
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Die Baufirma Jökel Bau aus Schlüchtern kommt mit guten Zahlen aus dem zurückliegenden Jahr und geht mit guten in das neue: Der Umsatz und die Zahl der Beschäftigten stiegen ebenso wie das Auftragsvolumen.

Schlüchtern - Wie die beiden Geschäftsführer Stefan und Peter Jökel in einem Rück- und Ausblick mitteilen, stieg der Umsatz von Jökel Bau in Schlüchtern 2020 um 6 auf 60,5 Millionen Euro. Die Belegschaft wuchs auf 139 Mitarbeitende und 14 Auszubildende. Vor vier Jahren waren es 86 Mitarbeitende und 5 Auszubildende. Der Auftragsbestand habe eine Rekordhöhe erreicht und belaufe sich auf über 100 Millionen Euro. Das „sichert unsere Auslastung für die nächsten anderthalb Jahre“, freuen sich die Brüder.

Auch wenn der „Tag der offenen Tür“ im Neubau „Zeitsprung“ in der Gartenstraße abgesagt werden musste: Dieser wird nachgeholt, sobald es möglich ist, versprechen die Jökels. Das Gebäude verfügt über weitere 1000 Quadratmeter Bürofläche, die sich damit insgesamt verdoppelt. Mittlerweile wurde auch der benachbarte, bisherige Stammsitz grundlegend renoviert.

Jökel Bau in Schlüchtern: Diese zwei Projekte stehen in den nächsten anderthalb Jahren an

Aus dem Reigen der Bauvorhaben ragen für die Jökels zwei Projekte heraus: Kreissparkasse und „Great East“. Den Neubau in Schlüchtern bezeichnen die Jökels als Leuchtturmprojekt, „denn es ist eine große Maßnahme mitten in unserer Heimatstadt und liegt uns deshalb besonders am Herzen“. Nach vier Jahren Planungs- und Vorbereitungszeit befinde sich das Projekt exakt im ursprünglichen Zeitplan.

Der Abriss des bisherigen Gebäudes lief nach Angaben der Unternehmer „wie am Schnürchen“. Nun würden bis zu 80 Leute gleichzeitig an der Baustelle tätig sein. Im zweiten Quartal 2021 soll der Rohbau vollendet sein, im Frühjahr 2023 sollen die Gebäude bezugsfertig sein.

Projekt im Frankfurter Ostend: Jökel Bau aus Schlüchtern errichtet Rohbau für Hochhäuser

Beim zweiten besonderen Projekt handelt es sich um die Rohbau-Arbeiten für das Projekt „Great East“ im Frankfurter Ostend. Es umfasst drei Gebäude mit bis zu 16 Stockwerken. „Wir haben zwar schon Projekte in dieser Umsatzgröße verwirklicht, Hochhäuser bedeuten allerdings eine Premiere. Das ist der nächste Schritt in unserer Entwicklung“, betonen Peter und Stefan Jökel.

„Mit großen Schritten“ treibt das Unternehmen die Digitalisierung voran. So befinde sich eine vom Schwesterunternehmens „Tabya“ geschaffene Software mittlerweile voll im Einsatz. Diese befasst sich unter anderem mit dem Management von Geräten, Schalung, Werkzeugen und Baustoffen. Anhand einer App könnten die Mitarbeiter sehen, wo was zu finden ist – ganz gleich, ob auf dem Betriebsgelände oder auf einer Baustelle. Damit sei die lückenlose Geräte- und Materialverwaltung immer gewährleistet. Ein Effekt: Der Verladeprozess gehe doppelt so schnell über die Bühne wie bisher. Die Software, so haben die Jökels festgestellt, „sorgt jedenfalls in der deutschen Baubranche für Furore“. Zahlreiche andere Unternehmen hätten diese ebenfalls im Einsatz.

Eine der ersten in Deutschland: Jökel Bau aus Schlüchtern testet Bagger mit 3D-Steuerung

Als eines der ersten Bauunternehmen in Deutschland testet Jökel derzeit Bagger mit 3D-Steuerung. „Wir können sagen: Die 3D-Steuerung funktioniert und wird uns in Zukunft noch viel Freude bereiten“, sind die Brüder überzeugt. Auch zwei Preise hat das Unternehmen im vergangenen Jahr erhalten: Bereits zum fünften Mal seit 2009 gab es den Titel „Kundenchampion“. Darüber hinaus gehört die Firma zu den innovativsten deutschen Top-100-Betrieben. Basis dafür war vor allem „Jökel-Dialog“, ein digitales Tool, mit dem die 139 Mitarbeitenden monatlich sich selbst, das Team, die Führungskraft und das Unternehmen bewerten.

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