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Jörg Uffeln kandidiert doch: Das sagen seine Konkurrenten

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Steinau - Die Bewerbungsfrist zur Bürgermeisterwahl in Steinau endet am kommenden Montag um 18 Uhr. Mit Malte Jörg Uffeln haben bislang sieben Bewerber ihre Kandidatur öffentlich gemacht. Dass mit Uffeln der Amtsinhaber nun doch ins „Rennen“ geht, dazu befragten wir seine Kontrahenten.

Für Michael Groblewski (UBL) kommt Uffelns Bewerbung angesichts dessen vorheriger Statements „ein wenig überraschend“, aber derzeit „erleben wir ja auch andernorts in der Politik Kehrtwenden, Meinungsänderungen und Überraschungen“. Auf die Frage, ob er bei einer früher bekannten Kandidatur des Amtsinhabers ebenfalls angetreten wäre, erwidert Groblewski, dass er „auch in diesem Fall meinen Hut in den Ring geworfen hätte“. Er sei davon überzeugt, dass sich das Hauptproblem der prekären Finanzlage nur mit einem Zukunftskonzept lösen lasse, wenn es „nicht nur von der Hoffnung auf rettende Industrieansiedlung lebt“, sondern auch auf die vorhandenen Alleinstellungsmerkmale setze.

Der parteilose Kandidat Ralph Braun unterstreicht, Uffelns Bewerbung „hätte mein Vorhaben weder im Vorfeld noch zum jetzigen Zeitpunkt beeinflusst“. Er habe sich mit seiner Familie lange Zeit Gedanken gemacht und danach seine Kandidatur angekündigt. Im Lauf dieses Prozesses habe er „sehr viele positive Meinungen und Stimmen erfahren“. Offenheit, Transparenz, Verlässlichkeit und Zugewandtheit hätten seine Kandidatur bis dato begleitet. Er werde „weder jetzt noch später meine Aussagen und Taten in die eine oder andere Richtung revidieren“.

Für die SPD kandidiert Timo Jacob-da Rosa. Er habe „nicht gezögert“, als die Sozialdemokraten einen Bewerber suchten, denn „ich wollte schon immer Verantwortung übernehmen“. Und wenn er etwas anfange, „dann will ich es auch zum Erfolg führen. Deshalb stehe ich selbstverständlich zu meiner Kandidatur“. Dies gelte sicherlich für alle Kandidaten. „Keiner von uns bekommt eine Extrawurst und jeder hat die gleichen Chancen, gewählt zu werden.“ Er bedauere allerdings, dass sich bisher keine Frauen beworben hätten.

Jens Knobeloch (parteilos) gibt zu bedenken, dass bis Montagabend noch „alles möglich“ sei. Uffelns erneute Bewerbung „überrascht mich nicht. Ich habe dies geahnt“. Seine eigene Kandidatur hänge aber nicht von anderen Kandidaten ab. Knobeloch trete an, um gemeinsam mit allen Gremien dafür zu sorgen, dass Steinau und seine Stadtteile mit Blick auf „Wohnen, Leben und Arbeiten an Attraktivität gewinnen“. Weil sich die Heimatregion nur positiv entwickeln könne, „wenn wir eine politische Kultur des Miteinanders pflegen und vertrauensvoll und wertschätzend an einem Strang ziehen, halte ich die erneute Kandidatur von Herrn Uffeln zum Wohl von Steinau nicht zielführend“.

Marcus Pauli (FDP) stellt heraus, dass sich für ihn keinerlei Änderung hinsichtlich seiner Kandidatur ergebe. Entscheidend sei nicht, wie er dies einschätze, sondern wie dies die Wählerinnen und Wähler täten. Und: „Ich wünsche Malte J. Uffeln wie auch allen anderen Kandidaten viel Erfolg für die Wahl.“

Der parteilose Bürgermeisterkandidat Marco Thoma lässt sich von Entscheidungen anderer nicht beeinflussen, sondern setzt lieber auf seine eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten. Er wäre auch angetreten, wenn er vorher von Uffelns Kandidatur erfahren hätte. Allerdings stelle sich „nicht nur mir persönlich die Frage, ob Malte Jörg Uffeln durch sein Hin und Her nicht extrem an Glaubwürdigkeit eingebüßt hat“. Er vertraue daher auf das Votum der mündigen Bürger Steinaus. / hgs, sim

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