Fotos: Gabriele Engelbert

Zum 50. Jubiläum: Großer Andrang in der Kirchenmusikalische Fortbildungsstätte

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlüchtern - Die Kirchenmusikalische Fortbildungsstätte (KMF) hat ihre Arme weit geöffnet. Zur Feier des 50. Jubiläums schien sie sogar magnetische Kräfte zu entwickeln: mit einem derart großen Ansturm interessierter Besucher hatte Andreas Schneidewind, der Leiter der Einrichtung, zum Tag der offenen Tür am Sonntag nicht gerechnet.

Von Gabriele Engelbert

Dieser Jubiläumstag zeigte zum einen, dass die KMF nicht nur ein musikalisches Aushängeschild Schlüchterns ist, sondern deutschlandweit einen guten Namen hat. Auch wurde angesichts der vielen aktuellen und ehemaligen Absolventen aus ganz Deutschland deutlich, dass die KMF der größte Beherbergungsbetrieb der Stadt ist.

Bereits wenige Minuten nach Öffnung der Türen gestern Morgen strömten die Gäste jeden Alters mit weit offenen Augen und Ohren durch Gänge und Säle, probierten Instrumente aus, ließen sich erklären, wie eine Orgel gebaut wird und funktioniert oder wie es sich anfühlt, das königliche Instrument gar zu spielen.

Fotoausstellung und Noten-Raritäten

Viele ließen sich von Studenten durch die verwinkelten Räumlichkeiten bis unters Dach führen und zeigen, wie die alten Klostermauern seit 50 Jahren zum Lob Gottes mitklingen. Und hier trafen sich aus diesem Anlass nicht nur neugierige Laien, sondern Lernende und Lehrende vieler Generationen.

Gleich zu Beginn zeigte sich Andreas Schneidewind überwältigt von der Zahl der Besucher. Diese bummelten zunächst durch den Kreuzgang, betrachteten die in den Fenstern ausgestellte Fotoausstellung, die Noten-Raritäten aus der Bibliothek oder ließen sich in der Orgelwerkstatt im Kapitelsaal inspirieren.

Wunschkonzert von Professor Stefan Viegelahn

In der Klosteraula überreichte die Big Band des Huttengymnasiums einen musikalischen Blumenstrauß. Dabei ginge es nicht darum, so der stellvertretende Schulleiter Andreas Schneider, musikalische Eulen nach Athen, beziehungsweise zur KMF zu tragen, sondern die Freude über die fortlaufend friedliche Zusammenarbeit in den alten Klostermauern mit Glückwünschen zu bekräftigen.

Im Flügelsaal, dem größten, aber diesmal bei weitem nicht ausreichend großen Raum der KMF, drängten sich die Besucher, drinnen sitzend und draußen bis zur Treppe stehend, zum Wunschkonzert, das Professor Stefan Viegelahn (ehemaliger Huttenschüler, Abitur 1998) überaus kreativ und virtuos gestaltete mit Improvisationen zu spontan vorgeschlagenen geistlichen und Volksliedern.

Einem Klostergeist auf die Spur kommen

Mehrere Bezirkskantoren und -kantorinnen hatten alle Hände voll zu tun, so Popularkantor Peter Hamburger mit seiner spannenden Karaoke-Bar zum Vor- und Mitsingen oder Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum mit seiner Klangcollage in der Andreaskapelle. Von Laien probiert wurde auf allen vorhandenen Orgeln, die für den Andrang kaum ausreichten.

Und Kinder durften singend einem Klostergeist auf die Spur kommen. Ein offenes Singen veranstaltete Bezirkskantorin Brigitte Lamohr (Fulda) mit vielen Interessierten. Am Nachmittag bereitete sich ein Chor mit der Generalprobe zur Aufführung des 98. Psalms (von Gunther Martin Göttsche) auf den Festgottesdienst als abschließenden Höhepunkt des Tages vor.

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