Foto: Tim Bachmann

Jürgen Heil zur Zerstörung der Sandstein-Pfosten: „Bankrotterklärung der Zivilgesellschaft“?

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

SCHLÜCHTERN - „Was sich am Donnerstag, 9. Januar, in der Zeit von 9 bis 11 Uhr mitten in der Stadt und am helllichten Tag auf dem Langer-Parkplatz an der Bahnhofstraße zugetragen hat, verschlägt einem die Sprache“, so Schlüchterns CDU-Fraktionschef Jürgen Heil, der sich über die Zerstörung der Sandstein-Pfosten ärgert. Aber auch darüber, dass dies keiner gesehen haben will.

„Es ist vollkommen unverständlich, dass die Zerstörung an den Sandstein-Pfosten, wie auf dem Bild erkennbar, von niemandem bemerkt wurde“, ärgert sich Heil. An der Kreuzung Bahnhofstraße/Lotichiusstraße seien ampelgeregelt immer zwei Fahrspuren durch Rotlicht blockiert. „Und es standen dort garantiert auch Fahrzeuge, die an dieser Kreuzung zur Tatzeit halten mussten. Von Fußgängern in diesem Bereich und Nachbarn, die auch nichts ‚gesehen haben‘, möchte ich gar nicht sprechen“, so Heil.

„Es ist nicht vorstellbar, dass der oder die Täter mit einem Firmenwagen und Bauarbeiterausrüstung, Schutzhelm und entsprechender Kleidung dort tätig waren und damit eine offizielle Arbeit vorgetäuscht haben, die keinen Argwohn hätte aufkommen lassen. Die Zerstörungen lassen sich nur unter Nutzung von einem Vorschlaghammer oder einem großen Brecheisen erklären. Und das hat niemand bemerkt?“, wundert sich der CDU-Fraktionschef.

„Bankrotterklärung der Zivilgesellschaft“?

Abgesehen von den Kosten der Beschädigung bleibe die Frage, ob es sich bei einem solchen Fall des „Wegsehens“ um eine „Bankrotterklärung der Zivilgesellschaft handelt“. „Warum ist eine solche Tat in aller Öffentlichkeit möglich, ohne dass jemand zum Handy greift?“, fragt Heil.

Sowohl bei der Polizei – die Station ist 50 Meter vom Tatort entfernt – als auch beim Ordnungsamt der Stadt seien bisher keinerlei Hinweise zur Tat eingegangen. / tim

Das könnte Sie auch interessieren