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Kein Ansturm auf besondere Termine – Zahlenspiele bei Hochzeitsdaten nicht gefragt

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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REGION - Sind Sie verheiratet und wenn ja, wann ist eigentlich ihr Hochzeitstag? So manches Mal wird dieser nämlich im Stress des Alltags vergessen. Das Jahr 2020 bietet für heiratswillige Paare interessante Termine, um der Erinnerung auch nach mehrerer Ehejahren auf die Sprünge zu helfen. Wir haben nachgefragt, wie begehrt diese tatsächlich sind.

Von unserem Redaktionsmitglied Lena Quandt

Im Blauen Eck sieht es derzeit noch mau aus. „Bis jetzt haben wir noch keine Anmeldungen zu diesen Tagen“, schreibt Marion Hofmann von der Gemeinde Freiensteinau auf Nachfrage unserer Zeitung. Mit diesen Tagen meint sie zum Beispiel den 20. Februar 2020 oder auch den 29. Februar 2020, den Schalttag.

Kein Muster

„Ein Muster zu weiteren auffälligen Hochzeitsdaten ergibt sich aus unserem Terminkalender nicht“, berichtet ebenso Corinna Wallner, Standesbeamtin in Bad Soden-Salmünster. Aber sie hat etwas anderes entdeckt: Im Vergleich zu den Vorjahren sei die Nachfrage zu Eheschließungsterminen in 2020 groß. „Es scheint grundsätzlich eine beliebte Jahreszahl zu sein. Allerdings habe es keine Anfragen für den 2. Februar und auch nicht für den Schalttag gegeben. Für den 20. Februar vermeldet sie bisher einen vergebenen Termin.

Ähnlich zeigt sich die Lage in der Grimmstadt. Theresa Wald vom Standesamt in Steinau kann auch nur eine Trauung am 20. Februar vorweisen. Die anderen beiden Tage waren und sind nicht beliebt. Wald macht aber ein anderes, für Steinau beliebtes Datum aus: Es handelt sich hierbei um den 8. August 2020, welches zweimal die Ziffer acht und zweimal die 20 enthält. In der Stadt seien generell die Monate Mai, Juni, Juli und August sehr beliebt und daher gut verplant.

„An Sonntagen wird hier generell nicht getraut“

Janina Hassinger vom Standesamt in Schlüchtern schreibt uns: „Bei uns sind für beide Tage, also den 20. und 22. Februar, Termine für Eheschließungen reserviert. Das Paar vom 20. Februar hat sich seither den Termin nur reservieren lassen. Das Paar für den 22. Februar meldet die Eheschließung noch an.“

Am 2. Februar 2020 wollte in der Bergwinkelstadt niemand heiraten, erzählt sie. Dasselbe gilt für den Schalttag. Der 2. Februar wäre in Schlüchtern übrigens sowieso nicht als Hochzeitstermin möglich gewesen. „Es war ein Sonntag. An Sonntagen wird hier generell nicht getraut“, so Hassinger. Ansonsten sind ihr keine weiteren entsprechenden markanten Termine bekannt.

In Sinntal ist das Ergebnis unserer Nachfrage ebenfalls deutlich. Es besteht (fast) kein Interesse an Zahlenspielen für das eigene Hochzeitsdatum. „Lediglich für Samstag, den 29. Februar, ist beim Standesamt Sinntal eine Eheschließung angemeldet“, teilt uns Uwe Ziegler, Sachgebietsleiter Jugend und Soziales, mit. Für den 20. Februar vermeldet er jedoch: „Fehlanzeige“.

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