Das Unternehmen Knaus Tabbert hat einen Standort in Mottgers. Jetzt will das Unternehmen an die Börse gehen.
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Das Unternehmen Knaus Tabbert hat einen Standort in Mottgers. Jetzt will das Unternehmen an die Börse gehen.

Erlös für neue Marke?

Dank schnellem Wachstum: Caravan-Unternehmen Knaus Tabbert geht an die Börse

Die Knaus Tabbert AG, einer der drei größten Hersteller von Reisemobilen, Caravans und Kastenwagen in Europa, strebt einen Börsengang in den Prime Standard der Frankfurter Börse an.

  • Knaus Tabbert geht an die Börse.
  • Das Unternehmen mit Sitz in Mottgers ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen.
  • Durch den Börsengang wird ein Erlös von etwa 20 Millionen Euro erwartet.

Mottgers, Jandelsbrunn - „Mit Blick auf das schnelle Wachstum aufgrund der anhaltenden und steigenden Nachfrage in der gesamten Branche will Knaus Tabbert mit dem Börsengang seine Aktionärsbasis erweitern“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Das Angebot werde bestehende Aktien aus dem Besitz der derzeitigen Aktionäre HTP Investments 1 BV, Catalina Capital Partners B.V. und Palatium Beteiligungsgesellschaft mbH umfassen. „Hinzu kommen neu ausgegebene Aktien aus einer Kapitalerhöhung mit einem erwarteten Emissionserlös von rund 20 Millionen Euro, um die Investitionspläne von Knaus Tabbert zu beschleunigen“, heißt es.

Knaus Tabbert geht an die Börse

Das endgültige Platzierungsvolumen stehe noch nicht fest. Nach dem Börsengang werde der angestrebte Streubesitz voraussichtlich bei rund 50 Prozent liegen.

Knaus Tabbert

Knaus Tabbert stellt Freizeitmobile her. Der Hauptsitz der Firma liegt im niederbayerischen Jandelsbrunn, ein weiterer Standort ist in Mottgers. Auf dem Markt für Freizeitfahrzeuge gehört das Unternehmen zu den drei größten europäischen Herstellern und erwirtschaftet rund zwei Drittel seines Umsatzes in Deutschland.

In den vergangenen Jahren ist Knaus Tabbert stark gewachsen, lautet es in der Pressemitteilung. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2019 einen Umsatz von 780,4 Millionen Euro und produzierte mit rund 3000 Mitarbeitern mehr als 26.000 Freizeitmobile.

„Unabhängiges, individuelles und komfortables Reisen wird immer beliebter“, sagt Wolfgang Speck, Vorstandsvorsitzender der Knaus Tabbert AG. „Gerade in der jüngeren Generation werden Aktivitäten und Urlaub im Wohnmobil immer populärer“, führt er aus. Das Unternehmen, das mit dem Lkw-Hersteller MAN Reisemobile baut, habe in den letzten Jahren an der Kapazitätsgrenze produziert, „und alle Zeichen stehen auf weiteres Wachstum“. Mit dem Börsengang wolle das Unternehmen seine „hervorragende Position“ weiter verbessern.

Erlös soll für neue Produktion und eventuelle neue Marke eingesetzt werden

Die beiden Unternehmer Wim de Pundert (63) und Klaas Meertens (63) halten laut Pressemitteilung über ihre Holdingunternehmen zusammen rund 97 Prozent an der Knaus Tabbert AG. „Diese Aktionäre haben ihre Kontrollbeteiligung an Knaus Tabbert im Jahr 2009 erworben.“ Die beiden Hauptaktionäre haben laut Mitteilung erklärt, das weitere Wachstum des Unternehmens durch ihr Engagement im Aufsichtsrat aktiv unterstützen zu wollen.

Die Knaus Tabbert AG plane, den erwarteten Erlös von rund 20 Millionen Euro aus dem Börsengang für den Ausbau der Produktionsanlagen, insbesondere für die ab Herbst 2021 geplante Produktion in Ungarn, einzusetzen. Darüber hinaus wolle das Unternehmen möglicherweise eine neue Marke einführen. (lea)

Lesen Sie hier: Knaus Tabbert ist auf der Wohnmobil-Messe in Düsseldorf vertreten.

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