Johanna Kullmann liest heute aus ihrem Steinau-Krimi vor. / Foto: Margit Strott-Heinrich

Nur im Kopf wird sie zur eiskalten Mörderin: Johanna Kullmann liest heute aus ihrem Steinau-Krimi

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Steinau - „Ich kann eiskalte Morde begehen, ohne dass mir was passiert oder ich im Gefängnis lande“, sagt Johanna Kullmann und lacht. Allerdings geschehen diese Morde nicht real, sondern in ihren Geschichten.

Von Margit Strott-Heinrich

Und aus diesen Geschichten wird die Autorin am heutigen Montag, 15. Januar, ab 19 Uhr im Café Rosengarten in Steinau lesen.

Begonnen hat ihre Leidenschaft zum Schreiben vor 25 Jahren, als sie nach Frankfurt zog, erklärt sie. Die Bandbreite der Geschichten, die sie verfasst, ist groß. Angefangen von Gedichten, hin über Kindergeschichten, Kurzkrimis oder auch Geschichten, die ganze Bücher füllen könnten.

Allerdings habe sie noch keine ihrer Geschichten als Buch veröffentlicht. Denn das sei sehr kostspielig, erklärt die 62-jährige Ur-Steinauerin. Dafür seien ihre Texte schon in Anthologien und auch im Blättchen der evangelischen Kirchengemeinde erschienen. Und nicht zuletzt lädt sie zu Lesungen aus ihren bislang unveröffentlichten Werken ein.

Über viele Jahre habe sie ältere und kranke Menschen gepflegt, erklärt Johanna Kullmann. „Damals habe ich ein Ventil gesucht, das mir helfen sollte, das alles zu verarbeiten, was ich erlebte“, so Kullmann. Dieses Ventil habe sie letztendlich im Schreiben gefunden. Und schmunzelnd fügt sie hinzu: „Ich spiele mit Begeisterung mit Worten.“ Zudem habe ihr zweiter Ehemann sie zum Schreiben ermuntert.

Auch in den sechs Jahren, als er nach einer Gehirnblutung schwerstpflegebedürftig war, habe sie mit dem Schreiben nicht aufgehört. In dieser Zeit seien allerdings keine Krimis, sondern Kinderbücher entstanden.

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