Die Gruppe der Junghundeführer, geführt von Christoph Liebelt (rechts) auf dem Weg ins Feld.
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Die Gruppe der Junghundeführer, geführt von Christoph Liebelt (rechts) auf dem Weg ins Feld.

Lehrgang wird angeboten

Kreisjagdverband: Ohne klugen Jagdhund läuft nix

Ein zuverlässiger Jagdhund ist für die Jagd unverzichtbar. Der Kreisjagdverein (KJV) Schlüchtern bietet erstmals seit zwei Jahren wieder Lehrgänge an.

Schmidtmühle - Für jedes Jagdrevier schreibt der Gesetzgeber aus Gründen des Tierschutzes einen ausgebildeten Jagdhund vor. Diese suchen nach bei der Jagd oder bei Verkehrsunfällen verletztem Wild. Kernkompetenzen sind Gehorsam sowie Suche und das korrekte Apportieren nach Wild.

Seit dem Jahr 1969 richtete der Kreisjagdverein Schlüchtern jährlich Jagdgebrauchshundeführer-Lehrgänge zur Vorbereitung auf verschiedene Anlagen- und Leistungsprüfungen des Jagdgebrauchshundeverbandes aus. Sowohl der Aufwand als auch der Erfolg waren stets groß. In den Jahren 2018 bis 2020 fanden keine Lehrgänge mehr statt. Der neugewählte KJV-Vorstand unter Vorsitz von Dr. Peter Homann bietet seinen Mitgliedern die Ausbildung ihrer Hunde in Kooperation mit dem Deutsch-Langhaar-Verband Hessen an.

Durchgeführt wird dieser Lehrgang unter der Leitung von Gerwin und Brigitte Günter (Ulmbach) sowie Christoph Liebelt (Züntersbach) wie in vielen Jahren zuvor im Staatsrevier Schmidtmühle des Forstamtes Schlüchtern. An jedem Wochenende treffen sich seit April die Teilnehmer, um zu üben und sich auf Prüfungen vorzubereiten. Die Ausbildung der Jagdhunde erfolgt im Feld, im Wald und am Wasser. Um allen Vorgaben gerecht zu werden, werden Fahrten in gut mit Niederwild (Rebhuhn, Fasan, Hase) besetzte Reviere im Hanauer Raum unternommen. Zur Wasserarbeit wird ein Übungstag in Thüringen eingelegt. Dazu kommt die wöchentliche intensive Ausbildung im Gehorsam und im korrekten Apportieren.

In diesem Jahr nehmen 30 Hundeführer mit ihren Hunden teil. Vertreten sind Vorstehhunde und Stöberhunde. Darunter die Rassen Deutsch-Langhaar, Deutsch-Kurzhaar, Deutsch-Drahthaar, Großer Münsterländer, Kleiner Münsterländer, Irish-Setter, Weimaraner, Deutsche Wachtelhunde und andere Stöberhunderassen. Gearbeitet wird in zwei Gruppen, eingeteilt nach jungen und fortgeschrittenen Hunden. Der Kreisjagdverein ist überzeugt, dass am Ende der Ausbildung „eine reichliche Anzahl vollwertig ausgebildeter Jagdgebrauchshunde zum Jagdeinsatz in den Revieren zur Verfügung“ stehen wird. (ag)

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