Der Kreistag des Main-Kinzig-Keises bei einer Corona-konformen Sitzung am 25. September 2020 in Meerholz.
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Der Kreistag des Main-Kinzig-Keises bei einer Corona-konformen Sitzung am 25. September 2020 in Meerholz.

SPD und CDU mit Verlusten

Kreistagswahl im Main-Kinzig-Kreis: SPD bleibt stärkste Kraft - Grüne verdoppeln ihr Ergebnis

  • Lea Marie Kläsener
    vonLea Marie Kläsener
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SPD und CDU bleiben nach Trendergebnis trotz Verlusten die beiden stärksten Kräfte im Main-Kinzig-Kreis. Die Grünen verdoppeln laut den aktuellen Zahlen bei der Kreistagswahl fast ihr Ergebnis von 2016. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,4 Prozent.

Main-Kinzig-Kreis - Die SPD mit Spitzenkandidat Thorsten Stolz behauptet sich im Kreistag des Main-Kinzig-Kreises als stärkste Kraft, obwohl die Sozialdemokraten Verluste einfahren. 29,6 Prozent der Stimmen vereint die Partei nach dem Trendergebnis der Kommunalwahl 2021 auf sich. Damit würden die Sozialdemokraten 26 Sitze im Kreistag erhalten (2016: 28). 2016 hatte die SPD 33,6 Prozent erzielt.

Hinter der SPD wird die CDU zweistärkste Kraft - auch daran ändert sich nichts. Allerdings büßen die Christdemokraten Stimmen ein: Nach dem Trendergebnis erzielt die Union 26 Prozent der Stimmen (2016: 27,1 Prozent). Im Kreistag hätte die CDU damit 23 Sitze - und würde damit einen verlieren. (Lesen Sie hier: Kommunalwahl im Kinzigtal - Neu gegründete Wählergruppe in Steinau vorn)

Kreistagswahl im Main-Kinzig-Kreis: Grüne verdoppeln Ergebnis im Kreistag

Deutlich Stimmen hinzugewinnen die Grünen, die ihr Ergebnis der vergangenen Kreistagswahl mit dem Trendergebnis von 16,5 Prozent fast verdoppeln (2016: 8,3 Prozent). Damit würden die Grünen die AfD als drittstärkste Kraft im Kreistag ablösen und von 8 auf 14 Sitze im Kreistag wachsen. (Lesen Sie hier: Kommunalwahl in Schlüchtern - CDU löst SPD als stärkste Kraft in der Stadtverordnetenversammlung ab)

Die AfD muss Verluste hinnehmen: Während die Partei 2016 noch 14,6 Prozent der Stimmen einfuhr, verbucht sie im Trendergebnis lediglich 10,4 Prozent und würde damit 2 Sitze im Parlament einbüßen (2016: 11 Sitze).

Die FDP erzielt einen Zugewinn: Im Trendergebnis wird den Liberalen 6,4 Prozent der Stimmen zugerechnet, 2016 waren es 5,7. Die Partei würde nach dem Ergebnis zwei Sitze im Kreistag hinzugewinnen (2016: 4 Sitze).

6,3 Prozent der Stimmen erhalten nach Trendergebnis die Freien Wähler Main-Kinzig, die 2016 insgesamt 5 Prozent eingefahren hatten. Die Fraktion würde im Kreistag von 3 auf 5 Sitze wachsen.

Video: So funktioniert Kommunalpolitik

Einen kleinen Zugewinn erzielt die Linke im Main-Kinzig-Kreis. Sie erhält nach dem Trendergebnis 3,4 Prozent der Stimmen (2016: 3,3 Prozent) und könnte ihre 3 Sitze verteidigen.

Die Satirepartei Die Partei erzielt 0,95 Prozent der Stimmen und wäre damit mit einem Sitz im Kreistag vertreten: Bislang sitzt die Partei nicht im Parlament.

Die Republikaner würden nach aktuellem Trendergebnis nicht in den Kreistag einziehen. Sie erzielen 0,4 Prozent der Stimmen.

Am Wahlsonntag wird abends zunächst nur ein Trendergebnis veröffentlicht. Dieses bildet alle Wahlzettel ab, auf denen nur ein Listenkreuz gesetzt worden ist. Die übrigen Stimmzettel werden am Montag und Dienstag ausgezählt.

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