Ein Auto fährt an der Parkbucht in Nürnberg (Bayern) vorbei, an der Enver Şimşek am 9. September 2000 vom NSU ermordet wurde.
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Ein Auto fährt an der Parkbucht in Nürnberg (Bayern) vorbei, an der Enver Şimşek am 9. September 2000 vom NSU ermordet wurde.

20. Jahrestag der Ermordung

Kundgebung zum Gedenken an Schlüchterner NSU-Opfer Enver Şimşek in Nürnberg

Rund 300 Menschen haben in Nürnberg anlässlich des 20. Jahrestags der Ermordung von Enver Şimşek durch die Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) demonstriert.

Schlüchtern/Nürnberg - Bei der Gedenkkundgebung zogen die Teilnehmer durch den Nürnberger Stadtteil Langwasser bis hin zum Tatort in der Liegnitzer Straße, wie Birgit Mair vom Nürnberger Bündnis Nazistopp sagte.

Abdul-Kerim Şimşek, der Sohn des Ermordeten legte dort ein Blumengesteck mit Rosen und Nelken nieder. „Dieser Moment der Stille war sehr bewegend“, so Mair. Im Anschluss sprachen unter anderem er und die Nebenklageanwältin der Familie Şimşek, Seda Basay-Yildiz.

Zum 20. Jahrestag der Ermordung von Enver Şimşek gab es eine Kundgebung in Nürnberg

Der NSU hatte zwischen 2000 und 2007 in Deutschland insgesamt zehn Menschen ermordet. Es handelte sich um acht türkischstämmige und einen griechischstämmigen Kleinunternehmer sowie eine Polizistin.

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp hatte die Gedenkkundgebung organisiert. Sie fand unter dem Motto „Und immer noch fordern wir Aufklärung“ statt. Das Bündnis kritisiert die „fehlende Aufklärung zu Alltagsrassismus und rechter Gewalt“. Enver Şimşek war am 9. September 2000 in Nürnberg erschossen worden. (dpa)

Lesen Sie hier: „Menschenverachtend“ - Schlüchterns Bürgermeister reagiert bestürzt auf Zerstörung von Gedenkstätte an Enver Şimşek.

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