Foto: Elsbeth Ziegler

Lokführer zufrieden: Dampfbahn „Emma“ rollte 2019 knapp 1000 Kilometer

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Bad Orb - „Wir hatten noch mehr Fahrgäste als in den vergangenen Jahren“, sagt Rolf Jirowetz. Der Lokführer und Betreiber der Dampfkleinbahn „Emma“ zeigte sich zufrieden mit der Saison 2019, als die Museumsbahn zum letzten Mal in diesem Jahr Richtung Wächtersbach und zurück dampfte.

Und so haben „Emma“ und ihre Mannschaft wieder einmal eine gelungene Saison hinter sich gebracht. Einziger Wermutstropfen war die Tatsache, dass an zwei Sonntagen wegen hochsommerlicher Temperaturen nicht gefahren werden konnte. Wie gewohnt war die Abschlussfahrt auf das letzte Oktoberwochenende terminiert; und Rolf Jirowetz zog zufrieden Bilanz.

Rund 80 Fahrten und 977 Kilometer

Rund 80 Fahrten kamen mit den regulären Touren und Sonderfahrten zusammen. „Es sind genau 977 Kilometer gewesen“, sagte er. Verlassen konnte er sich wieder auf sein ehrenamtliches Team. Auch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn habe prima geklappt, die Umsteigemöglichkeiten hätten gepasst. Die Besucher kamen aus nah und fern, sogar aus dem Ausland.

Zahlreiche Fans der betagten Dampfkleinbahn hätten auch in Bad Orb übernachtet, berichtete Bürgermeister Roland Weiß (parteilos) am Abschlusstag. Auch Kurkarteninhaber seien regelmäßig unter den Passagieren gewesen.

Aufwändige Wartung

Die Hauptuntersuchungen von Bahn und Strecke verliefen den Angaben zufolge reibungslos. Alle technischen Prüfungen habe die betagte „Emma“ mit Bravour bestanden, ebenso wie ihr „Chef“, dessen Lizenz im Vorjahr erneuert wurde. Viel Arbeit und einen hohen finanziellen Aufwand ergibt die Bilanz der abgelaufenen Saison, obwohl keine größeren Reparaturen und Defekte zu beklagen waren. Wenn 2019 ohne Komplikationen abgeschlossen ist, wird Jirowetz in seiner Sorgfalt nicht nachlassen. Und weil nach dem Saisonende vor dem Saisonbeginn ist, wird er – wie jedes Jahr – erst einmal Lok und Wagen zerlegen, reinigen und warten.

Einer gründlichen Überprüfung unterzieht er auch die Wagen: Allein 40 Achsen sind zu überprüfen, zweimal pro Jahr. Jede Schraube wird daher nachgezogen und kontrolliert. Verschleißteile werden ausgetauscht, Dichtungen erneuert, Ventile nachgestellt. Eigentlich müsste die Hauptuntersuchung nur alle paar Jahre absolviert werden. Eisenbahningenieur Rolf Jirowetz meldet jedoch die Bahn alljährlich zur Untersuchung an.

„Emma“ ist 96 Jahre alt

Seit dem Jahr 2000 ist „Emma“ in Bad Orb zuhause. Das soll mit einem Bahnfest gefeiert werden. Der Förderverein ist am Sammeln von Ideen. 2023 steht der 100. „Emma“-Geburtstag an, und der soll gebührend gefeiert werden. Gebaut wurde die Schmalspur-Lokomotive 1923 beim Lokomotivbau Hohenzollern in Düsseldorf. / ez

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