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14-Jährige aus dem Main-Kinzig-Kreis trifft in ARD-Sendung auf Leichtathletik-Legende

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Louisa Grauel darf nach der Aufzeichnung ein Foto mit dem Weltklasse-Leichtathleten Carl Lewis machen.
Louisa Grauel darf nach der Aufzeichnung ein Foto mit dem Weltklasse-Leichtathleten Carl Lewis machen. © privat

Louisa Grauel (14) aus dem Main-Kinzig-Kreis gilt als großes Leichtathletik-Talent. In ihrer Altersklasse steht sie deutschlandweit auf Platz eins im Weitsprung. Jetzt hatte die Schülerin Gelegenheit, ihr Können zu beweisen: In der ARD-Sendung „Klein gegen Groß“ tritt sie gegen Olympiasieger Carl Lewis an.

Main-Kinzig - Üblicherweise bewerben sich die Kinder selbst bei „Klein gegen Groß“. Bei Louisa war es anders. Die Produktionsfirma suchte gezielt junge Kandidaten, die es mit dem Leichtathletik-Star im Weitsprung aufnehmen können. Drei Kinder deutschlandweit kamen infrage, Louisa aus Linsengericht-Eidengesäß (Main-Kinzig-Kreis) war wegen ihrer Bestleistungen darunter.

„Ich mache seit sieben Jahren Leichtathletik“, sagt die Neuntklässlerin. Ihre bevorzugten Disziplinen sind Weitsprung und Sprint. Als Louisas Trainer ihr vom Interesse der Produktionsfirma berichtete, war die Aufregung groß. Eine Mitarbeiterin kam sogar zum Training des Turnvereins Gelnhausen, für den Louisa an den Start geht.

Main-Kinzig-Kreis: 14-Jährige misst sich in ARD-Sendung mit Carl Lewis

Natürlich sagte der Name Carl Lewis einem Leichtathletik-Fan wie Louisa etwas. Sie musste sich seine Sprünge jedoch erst mal im Internet ansehen, denn bei Lewis‘ Erfolgen war sie noch nicht einmal geboren. (Lesen Sie hier: Hochsprung: Hessenmeister aus Petersberg-Steinau springt mit 2,03 Meter an die deutsche Spitze)

„Wir haben lange gebibbert, ob Louisa genommen wird“, berichtet ihre Mutter. Zwei Wochen vor der Aufzeichnung erfuhr die Familie, dass die 14-Jährige dabei sein durfte. Die Aufregung war groß: Ein Heimvideo musste für den Vorbericht gedreht werden, eine Woche vor der Reise mit ihren Eltern und den beiden Geschwistern zur Produktion in Berlin schottete sich die Familie ab und verzichtete auf alle Aktivitäten außer Arbeit und Schule, um eine Corona-Infektion zu vermeiden.

Louisa hatte Glück, ihre Tests blieben negativ. Nach der Anreise am Donnerstag standen Proben am Freitag, Generalprobe am Samstag und Aufzeichnung am Sonntag auf dem Programm.

Erst am letzten Tag lernte Louisa den Weltsportler Carl Lewis persönlich kennen. „Er war sehr nett“, erzählt die Kreisrealschülerin. „Zuerst hatte er normale Straßenkleidung an. Als er dann im Sportdress kam, habe ich erst gesehen, wie gut er noch in Form ist.“ Sie fand es besonders aufregend, im Wettkampf gegen ihn anzutreten – denn der 60-jährige Lewis absolvierte vorher keine Probesprünge und hielt bislang geheim, zu welchen Leistungen er noch fähig ist.

Video: Wer hat die meisten olympischen Medaillen aller Zeiten gewonnen?

Sein weitester Sprung war bei der WM 1991 in Tokio 8,91 Meter, wenn auch windbegünstigt. Louisas Rekord im Training liegt bei 5,75 Meter. Die Spannung war also groß. Wie es ausging, darf Louisa nicht verraten. Das fällt ganz schön schwer – vor allem, weil ihre Schulkameraden natürlich unbedingt wissen wollten, wie sie abgeschnitten und was sie gewonnen hat.

Um den Gewinn sei es ihr nicht gegangen, sagt Lousia, sondern vielmehr darum, gegen eine Legende anzutreten. Die Erinnerung ist das Wertvollste, das sie mit nach Hause nimmt. Carl Lewis hat ihr ein großes, signiertes Foto geschenkt, das nun in ihrem Zimmer hängt. Wie ihr Wettkampf gegen Carl Lewis ausging, ist am Samstag, 19. Februar, ab 20.15 Uhr in der ARD zu sehen. (tmb)

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