Blaulicht
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Die Polizei hat am Donnerstag einen 15-Jährigen festgenommen, der einen Supermarkt ausgeraubt haben soll. (Symbolbild)

Kripo ermittelt

15-Jähriger überfällt Supermarkt im Main-Kinzig-Kreis: Kassiererin mit Schusswaffe bedroht

  • Anja Hildmann
    VonAnja Hildmann
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Gerade mal 15 Jahre alt ist der junge Mann, der einen Supermarkt im Main-Kinzig-Kreis ausgeraubt haben soll. Mit einer täuschend echt aussenden Waffe soll er eine Kassiererin bedroht haben.

Bruchköbel - Der 15-Jährige aus Nidderau (Main-Kinzig-Kreis) soll den Lebensmittelmarkt in der Hanauer Straße in Bruchköbel-Roßdorf am Donnerstag um kurz nach 12 Uhr betreten haben und die 62-jährigen Kassiererin mit der augenscheinlichen Schusswaffe bedroht haben, berichtete die Polizei.

Nachdem der Jugendliche die Angestellte aufgefordert hatte, den Kasseninhalt herauszurücken, flüchtete er mit wenigen hundert Euro Beute in Richtung Bruchköbel. Beschrieben wurde er bei der anschließenden Fahndung als etwa 1,70 Meter groß, mit Oberlippenbart und komplett schwarz gekleidet.

Main-Kinzig-Kreis: 15-Jähriger überfällt Supermarkt mit Schusswaffe

Im Zuge der Fahndung, bei der zahlreiche Streifen eingesetzt wurden, entdeckten Polizisten den mutmaßlichen Räuber auf einem Feld zwischen Roßdorf und Bruchköbel und nahmen ihn dort vorläufig fest. Bei ihm fanden die Polizisten auch Beweismittel, unter anderem die mutmaßliche Tatwaffe - es handelte sich um eine Softair-Pistole -, Bargeld und die Kleidung, die der Täter bei dem Überfall trug.

Noch während der Festnahme gestand der 15-Jährige spontan, die Tat begangen zu haben. „Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Nidderauer wieder auf freien Fuß gesetzt und in die Obhut der Eltern übergeben“, heißt es weiter. (Lesen Sie hier: Jugendliche mit Messer bedroht und geschlagen - Täter mit „auffällig hoher Stimme“ gesucht)

Den 15-Jährigen aus dem Main-Kinzig-Kreis erwartet wegen der Tat im Supermarkt nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung. Die Kripo in Hanau sucht parallel weiter Zeugen der Tat. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (06181) 100123 zu melden. Die Ermittlungen dauern an.

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