Die anstehende Erneuerung der Bürgersteige in der Freiensteinauer Straße von Uerzell sorgte für Diskussionen in den Ausschüssen.
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Die anstehende Erneuerung der Bürgersteige in der Freiensteinauer Straße von Uerzell sorgte für Diskussionen in den Ausschüssen.

Ausschusssitzung in Steinau

Erneuerung von Landesstraße und Bürgersteigen in Uerzell: Kosten für Anlieger bleiben ungewiss

  • Walter Kreuzer
    vonWalter Kreuzer
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Knapp 3 Millionen Euro kostet die grundhafte Erneuerung der Landesstraße 3179, die in der Ortslage von Uerzell als Freiensteinauer Straße bezeichnet wird. Knapp die Hälfte davon entfallen auf die Stadt und die Stadtwerke. Wie viel die Anlieger als Beiträge aufbringen müssen, blieb auch in der jüngsten Ausschusssitzung unklar.

Steinau - Zwischen Brüder-Grimm-Stadt und Hessen Mobil für das Land gibt es eine Vereinbarung, wonach die Stadt die Aufträge für die gesamte Baumaßnahme vergibt. Die vorläufige Auftragssumme beläuft sich laut Beschlussvorlage auf 2,98 Millionen Euro für die Ortsdurchfahrt sowie den weiteren Verlauf der Landesstraße bis zum Freiensteinauer Ortsteil Holzmühl im Main-Kinzig-Kreis. Der Auftrag soll an die Firma Strassing aus Salmünster gehen.

Dazu reicht eigentlich ein Magistratsbeschluss. In diesem Fall jedoch forderte das Stadtparlament im Dezember, vorher über jene Kosten informiert zu werden, die auf die Anlieger zukommen. Deshalb befassten sich der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Ausschuss für Bau und Stadtentwicklung mit dem Vorhaben.

Main-Kinzig-Kreis: Wie viel müssen Anlieger für Erneuerung von Landesstraße in Uerzell zahlen?

1,26 Millionen Euro Kosten entfallen auf die Stadt sowie die Stadtwerke. Letztere hat für Wasserleitungen und Kanalarbeiten alleine fast eine Million Euro zu stemmen. Bleiben 228.525,97 Euro übrig, die für die Bushaltestellen und die Gehwege anfallen. Die Bürgersteige müssen laut Satzung zur Hälfte von den Anwohnern bezahlt werden.

„Die Kostenschätzung wurde von einem Fachbüro überarbeitet. Das Ergebnis ist den Bürgern mitgeteilt worden“, führte der Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, Andreas Heil, aus. Einen konkreten Betrag oder eine Spanne der zu leistenden Zahlungen ließ er sich ebenso wenig entlocken wie Bürgermeister Christian Zimmermann (parteilos). Der Rathauschef verwies auf eine für „im Juni geplante Anliegerversammlung im Feuerwehrhaus“ und betonte: „Das sind vorläufige Zahlen nach der momentanen Sachlage.“

In den Ausschüssen wurde die Vorlage angenommen. Die vielen Enthaltungen im Haupt- und Finanzausschuss zeugen allerdings von einer gewissen Unzufriedenheit mit dem Gehalt der Informationen. Im Raum stehen Beiträge „zwischen 5000 und 50.000 Euro für einzelne Anlieger. Die Beträge werden sich noch erheblich reduzieren“, erläuterte Zimmermann gegenüber unserer Zeitung. Eine Erleichterung könnten wiederkehrende Beiträge bringen, wenn sie rasch eingeführt werden. (Auch interessant: Stadt Schlüchtern stellt Baumaßnahmen für die nächsten Jahre vor)

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