Wald
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Als Ausgleich für die geplanten Rodungen im Zuge des Neubaus der Bahnstrecke Gelnhausen-Fulda, wurde jetzt eine Wald-Aufforstungsfläche festgelegt. (Symbolbild)

Ausgleich für Rodungen

Bahn-Neubaustrecke Gelnhausen-Fulda: Vertrag für Wald-Aufforstung unterzeichnet

Die Deutsche Bahn und der Landesbetrieb HessenForst haben sich auf eine Wald-Aufforstungsfläche als Ausgleich für geplante Rodungen im Zuge des Neubaus der Bahnstrecke Gelnhausen-Fulda geeinigt.

Fulda/Gelnhausen - Ein entsprechender Vertrag für eine 15,8 Hektar große Fläche in der Gemarkung Jossgrund-Pfaffenhausen (Main-Kinzig-Kreis) sei am Vortag unterzeichnet worden, teilte die DB Netz AG am Mittwoch in Frankfurt mit. Auf der Fläche solle in den nächsten Jahren neuer Wald gepflanzt werden. „Bei der Planung von Bahnstrecken spielt der Schutz von Umwelt und Natur eine zentrale Rolle“, hieß es.

Die Aufforstungen sollten die beim Bau der Bahnstrecke entstehenden Eingriffe in den Wald ausgleichen. „Bis die Aufforstungsflächen ihre ökologische Funktion erfüllen, können einige Jahre vergehen“, hieß es in der Mitteilung. „Deshalb möchten die DB und HessenForst bereits frühzeitig und vorausschauend mit den Pflanzungen beginnen.“ Die neuen Bäume würden von HessenForst gepflanzt und dauerhaft gepflegt, so dass langfristig neuer Wald entstehe. Die Baumarten würden vor allem im Hinblick auf klimastabile Arten für den Naturraum Spessart ausgewählt.

Main-Kinzig-Kreis: Bahnstrecke Gelnhausen-Fulda - Vertrag für Wald-Aufforstung

Nach Angaben der Bahn müssen entlang der Neubaustrecke insgesamt rund 20 bis 25 Hektar Wald weichen. 10,5 Hektar davon mache der oberirdische Streckenabschnitt aus, die übrige Fläche komme durch Nebenanlagen, die Baueinrichtung sowie weitere Maßnahmen hinzu. (Lesen Sie hier: Eichen robuster als Fichten - Förster berichten über ihre Arbeit in Zeiten des Klimawandels)

Die komplette Waldfläche von 20 bis 25 Hektar solle eins zu eins durch Aufforstung ausgeglichen werden. Hinzu sollten „waldaufwertende Maßnahmen“ auf weiteren 40 bis 50 Hektar kommen. Die Zahlen sollen sich im Rahmen der weiteren Planung noch konkretisieren. Wann mit Rodungen begonnen wird stehe noch nicht fest, da man derzeit noch in der frühen Planungsphase sei, hieß es von der Bahn.

Die Bahnstrecke gehört zum Projekt Ausbau-/Neubaustrecke Hanau-Würzburg beziehungsweise Fulda. Damit will die Bahn Engpässe auf diesen Strecken auflösen, Kapazitäten erhöhen und Fahrzeiten verkürzen. Für die Neubaustrecke Gelnhausen-Fulda läuft derzeit das Raumordnungsverfahren, die Bahn hofft, dass dieses im kommenden Jahr abgeschlossen werden kann. Wann der Planfeststellungsbeschluss vorliegt und mit dem Bau begonnen wird, ist derzeit noch offen. (dpa)

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