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Mehrere Banküberfälle in Osthessen: „Krawattenräuber“ legt Geständnis ab

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Wegen mehrerer Überfälle steht ein 21-Jähriger aus dem Kreis Fulda vor dem Hanauer Landgericht.
Wegen mehrerer Überfälle steht ein 21-Jähriger aus dem Kreis Fulda vor dem Hanauer Landgericht. © Frank Rumpenhorst/dpa

Der 21-Jährige sogenannte Krawattenräuber aus dem Kreis Fulda, der wegen mehrerer Überfälle in Osthessen vor Gericht steht, hat zum Prozessauftakt ein Geständnis abgelegt.

Hanau/Fulda - Wegen insgesamt acht Überfällen auf Banken, zwei Taxifahrer sowie einen Tankwart muss sich der 21-Jährige aus dem Kreis Fulda seit Dienstag vor dem Hanauer Landgericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, zwischen März und Mai 2021 Banken und Sparkassen in Gelnhausen, Wächtersbach, Bad Soden-Salmünster (alle Main-Kinzig-Kreis) sowie in Fulda und Waghäusel (Landkreis Karlsruhe) ausgeraubt und dabei insgesamt 61.000 Euro erbeutet zu haben.

Main-Kinzig-Kreis: Mehrere Banküberfälle - „Krawattenräuber“ gesteht vor Gericht

Die Taten hatten überregional für Aufsehen gesorgt, weil Zeugen der Polizei einen jungen Mann mit einer „auffällig hässlichen Krawatte“ beschrieben hatten. Es soll sich, so die Ermittler, um einen Schlips im „Stil der 80er Jahre“ gehandelt haben. Im Mai 2021 war der 21-Jährige nach einem Banküberfall nahe Karlsruhe festgenommen worden. Dabei wurden eine Schreckschusspistole sowie die Beute von rund 12.000 Euro sichergestellt.

Zum Verhandlungsauftakt legte der zuvor arbeitslose Angeklagte ein umfassendes Geständnis ab und nannte Geldnot als Motiv für die Taten. Er habe durch zahlreiche Online-Bestellungen Schulden angehäuft.

Der Prozess gegen den zu mehreren Tatzeitpunkten zunächst noch heranwachsenden Angeklagten wird vor der Jugendkammer geführt und ist zunächst auf drei Verhandlungstage angesetzt. Der 21-Jährige stand bereits im November vor Gericht. Aus Formgründen musste der Prozess allerdings nun neu starten. (dpa)

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