Ein Katzenbaby liegt in einer Hand
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Mit Bildern von Katzenbabys hat ein 36-Jähriger aus dem Main-Kinzig-Kreis mehrere Menschen betrogen. (Symbolbild)

Bereits elf Eintragungen

Betrug mit Katzenbabys: 36-Jähriger zu Bewährungsstrafe verurteilt

Seine Opfer waren Katzenfreunde. Gewerbsmäßig betrog er sie. Jetzt wurde der 36-Jährige deswegen vor dem Amtsgericht Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis) zu einer Bewährungsstrafe von zwölf Monaten verurteilt.

Bad Orb - Richter Wolfgang Ott setzte die Strafe gegen den Bad Orber (Main-Kinzig-Kreis) auf vier Jahre zur Bewährung aus und unterstellte ihn der Bewährungshilfe. Nach Feststellung des Gerichts hatte der Mann im Frühjahr dieses Jahres insgesamt fünf Personen nach derselben Masche betrogen.

Über das Internet suchte der Angeklagte Menschen, die Interesse am Kauf eines Katzenbabys hatten. Ihnen schickte er süße Bilder von kleinen Miezen, die er sich anderweitig besorgt hatte. Denn tatsächlich besaß er keine Tiere. Hatten die Kunden tatsächlich Interesse am Erwerb, verlangte der 36-Jährige eine „Schutzgebühr“ für eine Reservierung. Die Höhe variierte dabei. Zwischen 60 und 200 Euro überwiesen sie auf ein virtuelles Konto.

Main-Kinzig-Kreis: Betrug mit Katzenbabys - 36-Jähriger verurteilt

Dieses hatte der Angeklagte auf den Namen einer „Olga“ angelegt. Die Person existierte tatsächlich. Von ihr war er in den Besitz des Personalausweises gekommen. Insgesamt kassierte er so 760 Euro. (Lesen Sie hier: 34-Jähriger lernt Frau auf Erotikportal kennen - und wird um 8000 Euro gebracht)

Als die Käufer dann die Katzen in Augenschein oder Besitz nehmen wollten, hielt der Betrüger sie hin. So behauptete er beispielsweise, dass ein Besuch bei „Olga“ nicht möglich ist, weil angeblich ihr Ehemann erkrankt sei. Schließlich blockierte er die Nummern der Opfer auf seinem Handy. Die Polizei kam ihm dennoch schnell auf die Schliche: Beim Anlegen des virtuellen Kontos hatte er seine Handynummer angegeben.

Vor Gericht gab sich der Bad Orber zunächst wortkarg, wollte nichts zu den Vorwürfen sagen. Später räumte er die Anschuldigungen umfassend ein. Er sei seinerzeit ohne Arbeit und Einkommen gewesen, wollte seiner kleinen Tochter aber dennoch Geschenke machen. Dafür verwendete er das betrügerisch erlangte Geld. Der Kindsmutter erzählte er von einem „Gewinn“.

Bewährungsstrafe wegen Betrugs für 36-Jährigen aus dem Main-Kinzig-Kreis

Der 36-Jährige ist bei Gericht kein Unbekannter. Bereits elf Eintragungen sind in seinem Register festgehalten. Von Fahren ohne Fahrerlaubnis über Körperverletzung bis hin zu Betrug reichen die Verurteilungen. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft sprach im vorliegenden Fall von einer „erheblichen kriminellen Energie“. Für seine Taten habe er extra eine eigene Legende aufgebaut. Der Angeklagte war mit der einjährigen Bewährungsstrafe sofort einverstanden. (ls)

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