Mithilfe zweier Drehleitern gelang es der Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
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Mithilfe zweier Drehleitern gelang es der Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Nachbarn eilen zu Hilfe

Blitz setzt Stall in Wächtersbach in Brand: Schweine müssen nach Feuer getötet werden

  • Sabine Kohl
    vonSabine Kohl
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Vermutlich ein Blitzschlag hat einen großen Kuh- und Schweinestall auf einem Aussiedlerhof in Wächtersbach im Main-Kinzig-Kreis in Brand gesetzt. Nachbarn eilten sofort zur Hilfe und retteten die meisten Schweine und Rinder. Einige Tiere überlebten das Feuer jedoch nicht.

Wächtersbach - „Es gab einen Schlag und dann hat alles gebrannt“, berichtete Manuel Gottschalk, der in der Nachbarschaft zu Besuch war und zum Stall eilte. „Wir sind dann nur noch los und haben versucht, die Viecher rauszuholen.“ Was war passiert? Am späten Mittwochabend war auf einem Aussiedlerhof in Wächtersbach im Main-Kinzig-Kreis wohl ein Blitz in einen großen Kuh- und Schweinestall eingeschlagen und hatte diesen in Brand gesetzt. Das vermuten jedenfalls die Zeugen, die berichten, das zu der Zeit ein Gewitter über die Stadt zog. Laut Polizei gilt die Brandursache derzeit aber als noch ungeklärt.

Rund 50 Tiere - Schweine, Rinder, ein Bulle, einige Kälbchen - standen zu der Zeit im Stall. Nachbarn, die den Brand bemerkt hatten - unter ihnen Manuel Gottschalk - öffneten sofort die Stall-Türen. Sie versuchten, so viele Tiere wie möglich zu retten. Einige von trugen tragischerweise so schwere Brandverletzungen davon, dass sie anschließend getötet werden mussten. Wie viele das sind, war zunächst unklar.

Main-Kinzig-Kreis: Blitz schlägt in Stall ein - Einige Tiere überleben das Feuer nicht

Als die Feuerwehr eintraf, stand der Stall bereits lichterloh in Flammen. „Schon auf dem Weg zum Einsatzort, hatten die Kollegen bereits die große Rauchentwicklung über dem landwirtschaftlichen Anwesen gesehen“, sagte Markus Metzler, Stadtbrandinspektor in Wächtersbach. (Lesen Sie auch: Flammen zerstören Lagerhalle in Birstein: Mehrere Hunderttausend Euro Schaden)

Sofort riefen die Kameraden Unterstützung durch weitere Wehren herbei. Die Feuerwehr versuchte dabei nicht nur, den Brand mithilfe zweier Drehleitern zu löschen, sondern auch, noch weitere Tiere zu befreien. Mit vereinten Kräften gelang es den Helfern, die Tiere aus dem Stall herauszutreiben. Für einige der Schweine kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Main-Kinzig-Kreis: Nachbarn und Feuerwehr eilen zu Hilfe und retten Tiere

„Zwei Personen, der Besitzer des Hofes und ein Mitarbeiter, erlitten außerdem eine leichte Rauchvergiftung“, berichtete Stadtbrandinspektor Metzler. Sie wurden vom Rettungsdienst vor Ort behandelt. Die Tiere wurden von einem herbeigerufenen Tierarzt sowie den helfenden Nachbarn versorgt.

Die Aufräumarbeiten sind noch längst nicht abgeschlossen. Manuel Gottschalk hat sich für Donnerstag sogar Urlaub genommen, um die Hofbetreiber weiter zu unterstützen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 150.000 Euro.

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