Der Wohn-Container am Stadtrand von Schlüchtern brannte lichterloh.
+
Der Wohn-Container am Stadtrand von Schlüchtern brannte lichterloh.

Neubau geplant

Wohl Brandstiftung an Obdachlosen-Container in Schlüchtern: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

  • Tim Bachmann
    vonTim Bachmann
    schließen

Gegen den 24-jährigen Bewohner der Schlüchterner Obdachlosen-Container, der am Dienstag von der Polizei festgenommen wurde, ist auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hanau wegen des Verdachts auf Brandstiftung Untersuchungshaftbefehl wegen Fluchtgefahr erlassen worden. 

Schlüchtern - Wie es am Mittwoch vonseiten der Polizeipressestelle im Main-Kinzig-Kreis hieß, werde der Mann „im Moment in eine hessische Justizvollzugsanstalt überführt“.

Während sich die Stadt Schlüchtern um die Unterbringung dieses ehemaligen Bewohners wohl vorerst keine Gedanken machen muss, seien für die weiteren drei Bewohner in städtischen Immobilien Übergangs-Bleiben eingerichtet, erklärte Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) bereits am Dienstag.

Schlüchtern: Wohl Brandstiftung an Obdachlosen-Container - Neubau geplant

Und dass die Stadt Schlüchtern neue Obdachlosen-Unterkünfte benötigt, stand schon fest, bevor die Container am Reitstück am 14. März und 11. Mai dieses Jahres zum Raub der Flammen wurden. Denn das Grundstück, auf dem die ausgebrannten Container stehen, ist verkauft.

Nun besteht Handlungsbedarf, und die Stadtverwaltung hat vorgearbeitet: Eine Modulraum-Anlage, bestehend aus 16 Wohn-Containern sowie einem Büro- und Beratungs-Container, soll es sein. Kostenpunkt: 500.000 Euro.

Die Planungen für das neue „Containerdorf“ sind abgeschlossen, die Ausschreibung bereits erfolgt, die Module werden derzeit gebaut. „Wir rechnen mit einer Errichtung ab September/Oktober“, berichtete Möller weiter. Laut Ordnungsamtsleiterin Tanja Mittag soll die neue Anlage Ende Oktober bezugsfertig sein.

Das könnte Sie auch interessieren