Die Kirche in Wallroth gehört zu den ältesten in der Gemeinde am Landrücken Kinzigtal. Sie wurde bereits 1480 erbaut.
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Die Kirche in Wallroth gehört zu den ältesten in der Gemeinde am Landrücken Kinzigtal. Sie wurde bereits 1480 erbaut.

Entdeckertour zu Gotteshäusern

Kirche in Zeiten von Corona: Konfirmanden im Kinzigtal stellen sich und ihre Gemeinde im Video vor

Der kirchliche Bereich leidet ebenso unter der Corona-Pandemie wie das gesamte öffentliche Leben. Ein Alternativkonzept zur sonst üblichen Konfirmanden-Vorstellung gab es deshalb jetzt in der Kirchengemeinde am Landrücken Kinzigtal. Diese erfolgte online.

Wallroth - Das Pfarrer-Ehepaar Stefan und Marie Eisenbach haben das Video erstellt. Hierfür war in - wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen ebenfalls digitalen - Konfirmandenstunden das Thema Kirche erarbeitet worden. „Dabei wurde deutlich, dass Kirche viel mehr ist als nur ein Gebäude“, erklärt Stefan Eisenbach.

Die Konfirmanden haben über die Kirchengemeinden am Landrücken und die Gotteshäuser in ihren Orten selbst recherchiert. Unter Einhaltung der Corona-Regeln wurden einzelne Videos gedreht und zusammengefügt. Zum diesjährigen Konfirmanden-Jahrgang gehören Marc Weining, Moritz Müller und Finn Hering (alle Breitenbach), Franz Lotz (Wallroth), Lennard Jäger und Steffen Berthold (Hintersteinau), Jannis Hache (Reinhards) und Jason Nüchter (Ulmbach). (Lesen Sie hier: Kommunion und Konfirmation wegen Corona vielerorts verschoben)

Kirche in Zeiten von Corona: Konfirmanden im Kinzigtal stellen sich im Video vor

Die Konfirmanden nehmen in dem Video die Zuschauer mit auf eine Entdeckertour zu den einzelnen Kirchen. Erzählt wurde, dass die Breitenbacher Kirche ursprünglich ein Schulgebäude war und die Gebäudeform eher einem Haus glich und erst später zur Kirche mit Glockenturm umgebaut wurde. Zu den ältesten Kirchen gehört diejenige in Wallroth.

In dem im Jahr 1480 erbauten Gebäude gibt es auch die älteste Uhr der Kirchengemeinde. Mit der berühmten Ratzmann-Orgel gibt es eine Besonderheit in der Hintersteinauer Kirche. Die älteste Orgel der Kirchengemeinde steht im Kressenbacher Gotteshaus. Kein Kirchengebäude gibt es in Reinhards. Die Gottesdienste werden in einem Betsaal im Gemeinschaftshaus gefeiert.

Dass die Kirchen das Dorfbild prägen und Wahrzeichen ihrer Orte sind, ging ebenfalls aus den Ausführungen der Konfirmanden hervor. Auch hieß es: „Kirchen sind echte Orte der Gemeinschaft und des Zusammenhalts.“ Zudem seien die Gotteshäuser Familienorte. „In die Kirchen kommen die Menschen, um ihren Glauben zu leben. Dort können sie mit Gott ins Gespräch kommen, beispielsweise durch Gebet und Gesang“, hieß es in dem Konfirmanden-Video.

Konfirmanden stellen ihre Gemeinde im Video vor: Mehr als 100 Ehrenamtliche im Einsatz

Hingewiesen wurde auch darauf, dass viele Menschen am Kirchenleben beteiligt seien. Neben den Pfarrern die Küster, die Kirchenvorstände, die Kirchenrechner und viele andere Menschen in unterschiedlichen Funktionen. „Weit über 100 Ehrenamtliche sind für unsere Kirchengemeinde aktiv.“ Hinzu kommen die Chöre, die Musik und Gesang in die Gotteshäuser bringen.

In dem Video heißt es abschließend: „Eigentlich haben wir in unserer Kirchengemeinde noch eine sechste Kirche. Eine Kirche nicht aus Steinen.“ Soll heißen: Neben den Gotteshäusern in Wallroth, Breitenbach, Kressenbach, Hintersteinau und Reinhards gibt es noch den Vereinigungsplatz der Kirchgemeinde am zwischen Breitenbach und Wallroth gelegenen „Wilden Stein“. Dort werden zu besonderen Anlässen Open-Air-Gottesdienste gefeiert. (Fritz Christ)

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