Eine Tüte voller Crystal Meth (Symbolbild)
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Im Main-Kinzig-Kreis wurden zwei Männer zu einer langen Haftstrafe verurteilt, weil sie Crystal Meth im Millionenwert gelagert hatten. (Symbolbild)

„Abnorme Menge“

Crystal Meth mit Millionenwert gelagert - Über sieben Jahre Haft für Angeklagte

Zwei Männer, die Crystal Meth mit einem Wert von rund 2,5 Millionen Euro im Main-Kinzig-Kreis gelagert hatten, wurden jetzt zu einer langen Haft verurteilt.

Hanau - Wegen Crystal Meth mit einem Millionenwert sind zwei Männer am Donnerstag vom Landgericht Hanau (Main-Kinzig-Kreis) zu jeweils sieben Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Sie hatten 27,5 Kilogramm der Droge in einer Garage gebunkert. Der 50-Jährige sowie sein 25 Jahre alter Komplize hatten die Vorwürfe der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt in vollem Umfang eingeräumt und ein Geständnis abgelegt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Sie hatten das auch als Methamphetamin bekannte Rauschgift unter dem Deckmantel eines Lebensmittel-Lieferdienstes abgepackt, auf einer Palette versteckt und in einem Kühllaster quer durch Hanau transportiert. Für die Transportdienste hätten beide jeweils rund 10.000 Euro von Hintermännern bekommen sollen, sagten sie aus. Der Vorsitzende Richter bezeichnete das Rauschgift als eine „extrem gefährliche Droge“ und nannte die den Fund eine „abnorme Menge“.

Main-Kinzig-Kreis: Männer wegen Crystal Meth mit Millionenwert verurteilt

Staatsanwaltschaft sowie ein Zeuge des Zollfahndungsamts Frankfurt hatten den Schwarzmarktwert auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt. Das Hanauer Verfahren steht im Zusammenhang mit den sogenannten EncroChat-Ermittlungen gegen Drogendealer. Polizeibehörden hatten angeblich abhörsichere Handys der Marke EncroChat in die Reihen mutmaßlicher Rauschgifthändler eingeschleust und dann deren Telefonate mitgehört. (Lesen Sie hier: Drogen in der Wohnung: Familienvater (32) muss ins Gefängnis - „Schlag nicht gehört“)

Gegen die beiden Hanauer wurde laut Angaben der Generalstaatsanwaltschaft bereits seit Juli 2020 ermittelt. Als die große Lieferung der gefährlichen Droge bekannt geworden sei, hätten Fahnder des Landeskriminalamts sowie des Zollfahndungsamts im März diesen Jahres die Durchsuchungen in Hanau gestartet und die beiden Verdächtigen festgenommen. (dpa)

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