Wegen Besitzes von und Handels mit Drogen ist eine 19-Jährige vor dem Amtsgericht Gelnhausen verwarnt worden. (Symbolfoto)
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Wegen Besitzes von und Handels mit Drogen ist eine 19-Jährige vor dem Amtsgericht Gelnhausen verwarnt worden. (Symbolfoto)

Frau aus Schlüchtern

19-jährige Dealerin wegen Drogenverkauf an Schule verwarnt - Gericht verordnet Präventionskurse

Wegen Besitzes von und Handels mit Drogen ist eine 19-Jährige vor dem Amtsgericht Gelnhausen verwarnt worden. Jugendrichterin Petra Ockert verhängte mehrere Auflagen gegen die Frau aus Schlüchtern.

Schlüchtern - So muss die 19-Jährige fünf Termine bei der Drogenberatung wahrnehmen, drei bei einer Sozialberatung, ferner Kurse zum Thema Gesundheit sowie Prävention belegen. Außerdem hat sie mit zwei Drogentests ihre Abstinenz nachzuweisen.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung hatten Fahnder aus dem Main-Kinzig-Kreis im Besitz der jungen Frau 0,97 Gramm Marihuana sowie einen Crusher – eine Mühle zum Zerkleinern von Drogen –, eine Feinwaage sowie andere Utensilien gefunden. Außerdem räumte die junge Frau ein, ein Gramm Marihuana an einer Schlüchterner Schule an ein Mädchen verkauft zu haben.

Main-Kinzig-Kreis: 19-jährige Dealerin nach Drogenhandel an Schule verwarnt

Die 19-Jährige zeigte sich umfassend geständig und beteuerte, ihr Leben ändern zu wollen. Noch immer nehme sie selbst Drogen. Davon wolle sie wegkommen. Den Handel mit Betäubungsmitteln habe sie früher betrieben, um ihren eigenen Bedarf finanzieren zu können. Mittlerweile gehe sie einer Beschäftigung nach und verfüge somit über die nötigen Barmittel. Sie konsumiere die Drogen, um sich entspannen zu können. (Lesen Sie hier: Fehler bei Wohnungsdurchsuchung? Trotz Drogenfund nur Geldstrafe für Angeklagten)

Den Vertreter der Staatsanwaltschaft Hanau störte besonders der Drogenverkauf an einer Schule. Das sei ein „sensibler Tatort“ und damit keine Kleinigkeit. Er forderte neben der Verpflichtung zu Beratungsgesprächen außerdem eine Geldauflage von 500 Euro. Diese Sanktion fand der Verteidiger übertrieben: „Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen.“ Seine Mandantin habe im Leben Mist gebaut und rufe nach Hilfe in ihrer Situation. Und diese solle sie auch bekommen. Entsprechend sanktionierte die Richterin. (ls)

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