Polizei
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Die Polizei hat einen 49-Jährigen geschnappt, der bereits mehrere Vergehen auf dem Kerbholz hatte.

Kontrolle in Hanau

Kein Führerschein und falsche Identität - 49-Jähriger will Polizei hinters Licht führen

Bei einer Kontrolle in Hanau (Main-Kinzig-Kreis) hat ein 49-jähriger Mercedes-Fahrer versucht, die Polizei zu täuschen. Diese vollstrecke einen Haftbefehl.

Hanau - Die Polizei war am Montagmorgen auf der B43a in Richtung Dieburg auf den Mann aufmerksam geworden, weil er bei der Fahrt ein Smartphone in der Hand hielt. Wegen des Handyverstoßes hielt die Streife den Wagen in Höhe Hanau-Hafen (Main-Kinzig-Kreis) an, um den Fahrer zu kontrollieren.

Der 49-Jährige hatte kein Ausweisdokument dabei und gab gegenüber den Polizisten zunächst falsche Personalien an, was durch eine nähere Überprüfung allerdings aufflog. „Nach weiteren Versuchen der Täuschung teilte er schließlich seine richtigen Personalien mit“, schreibt die Polizei Südosthessen in einer Mitteilung.

Main-Kinzig-Kreis: Falsche Identität - 49-Jähriger will Polizei täuschen

Danach wurde jedoch klar, warum der 49-Jährige solch ein Geheimnis um seine Identität gemacht hatte: Der Mann war bereits hinreichend polizeilich bekannt. Unter anderem lag laut Polizei ein aktueller Haftbefehl wegen des „Vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis“ vor. Zudem bestand eine Sperrfrist für die Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis bis zum Frühjahr diesen Jahres, weshalb der 49-Jährige zum Zeitpunkt der Kontrolle erneut ohne Fahrerlaubnis unterwegs gewesen war.

Wegen seiner Vergehen nahm die Polizei den 49-Jährigen vorläufig fest und brachte ihn auf die Dienststelle. Dort räumte er zusätzlich das Rauchen eines Joints am Vorabend ein, was durch einen Drogen-Schnelltest bestätigt wurde. (Lesen Sie hier: 60 Kilogramm Marihuana gefunden - 25-Jähriger in U-Haft)

Die Vollstreckung des Haftbefehls konnte der 49-Jährige allerdings abwenden, da Bekannte die erforderliche Summe von etwa 2680 Euro auf der Wache vorbeibrachten. Dadurch war der Mercedes-Fahrer wieder auf freiem Fuß ist, er ist nun aber mit einer Vielzahl an „neuen“ Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren konfrontiert. (akh)

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