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KN-Bürgerwette: Feuerwehr Freiensteinau füllt Löschteich „mit links“

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Von: Sophia Auth

Die Feuerwehrleute in Freiensteinau erledigen ihre Aufgaben „mit links“. Das stellten sie am Donnerstag bei der KN-Bürgerwette vor gut 150 Besuchern unter Beweis.

Freiensteinau - Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag (25. August) auf den Weg hinter das Feuerwehrhaus im Main-Kinzig-Kreis gemacht, um die Kameraden der Wehr zu unterstützen. In seiner Begrüßung äußerte Redaktionsleiter Alexander Gies bereits erste Zweifel: „Die in Freiensteinau haben es faustdick hinter den Ohren, ich befürchte das Schlimmste.“

Main-Kinzig-Kreis: Feuerwehr Freiensteinau gewinnt KN-Bürgerwette

Und er sollte Recht behalten. Nachdem er an seinen Stellvertreter Hanns Szczepanek übergeben hatte, wurde es spannend. Im ersten Teil der Wette war gefordert, dass die Freiensteinauer schaffen müssen, mit 50 Personen eine Löscheimerkette zu bilden, mit denen 40 volle Eimer zum angrenzenden Löschteich gebracht werden.

Für all dies durfte nur die linke Hand verwendet werden. Die Kette stand schnell, die Zählung ergab: 60 Mann, ein Mädchen, ein Teilsieg. Das Wasser wurde – ebenfalls mit links – aus einem Tank in die vorgesehenen Eimer gefüllt und diese „wanderten“, um kein Wasser zu verschwenden, am Ende im Löschweiher. Diese Wasserzufuhr fanden fraglos auch die Forellen und Karpfen in dem Teich erfrischend.

KN Bürgerwette Feuerwehr Freiensteinau
Feuchtfröhliche Eimerkette mit Dorffestcharakter – so präsentierte sich die Feuerwehr Freiensteinau zur Einlösung der KN-Bürgerwette bei bestem Spätsommerwetter. © Joscha Reinheimer

Zur Erinnerung, auch wirklich nur die linke Hand zu verwenden, hatte manch einer die Rechte in die Hosentasche gesteckt, andere trugen einen Handschuh oder hielten sich mit der rechten Hand am Zaun fest. Nachdem 40 Eimer ihr Ziel erreicht hatten, war der Jubel groß. Und zur Feier des Tages wurden die beiden Feuerwehr-„Urgesteine“ Helmut Euler und Helmut Hofmann mit dem letzten Eimer übergossen. Statt schwerer Eimer liefen danach die deutlich handlicheren Getränkeflaschen durch die Kette.

Damit war die größte Sorge der Freiensteinauer vom Tisch: „50 Leute aufzustellen, und das in der Ferienzeit. Am Anfang kamen so viele Absagen, da dachte ich, das wird nie was“, berichtete Wehrführer Heiko Lein. (Lesen Sie auch: Bremer Stadtmusikanten mit Überlänge: Musikverein Germania Steinau übertrifft Anforderungen)

Bei der zweiten Aufgabe war die Jugendfeuerwehr gefordert. Mit einer alten Kübelspritze mussten acht Jungen und Mädchen jeweils drei Ziele treffen – aus fünf Metern Entfernung. Der stellvertretende Redaktionsleiter Hanns Szczepanek maß mit „Schrittmaß“ nach, dann konnten die Jugendlichen beginnen.

Auch sie absolvierten ihre Aufgabe mit links. „Eins-Zwei-Drei-Jawoll“ feuerte das Publikum an. Die Jungen und Mädchen nahmen die vorgegeben Ziele nicht ganz so genau und spritzten viele der Zuschauerinnen und Zuschauer nass, trotzdem waren nach kürzester Zeit alle Ziele getroffen – und auch Aufgabe zwei von drei erfolgreich gelöst.

KN-Bürgerwette in Freiensteinau: Feuerwehr und scharfe Soße überzeugen Redaktion

Zum Abschluss sollte der Redaktion eine „Freiensteinauer Feuersoße“ kredenzt werden, die ihrem Namen alle Ehre macht, pikant und feuerrot und eine perfekte Beilage zu Grillwürstchen ist. Christel Lein und Kerstin Recktenwald hatten dafür die Rezeptur entwickelt.

Aus welchen Zutaten die Soße im Detail besteht, wollte Heiko Lein jedoch nicht verraten. Dazu gehören aber „Apfelmark, reduzierte Cola, Tomaten, Zitronensaft und eine Reihe an Gewürzen“. Die genaue Zusammensetzung bleibt geheim.

Alexander Gies verköstigte die Soße und musste schnell feststellen: Dieser Sieg wird wohl an die Freiensteinauer gehen. Und das Redaktionsteam gab ihm gern recht. Die Soße schmeckt super, die Feuerwehr gewinnt die Wette, der 500-Euro-Scheck geht ins Blaue Eck. „Damit macht die Jugendfeuerwehr einen Ausflug“, verkündete Heiko Lein.

Gleich danach mündete der Abend in den gemütlichen Teil. Die Besucher probierten die Feuersoße und ließen sich Apfelwein, Bier und Limonaden schmecken. Getränke und Würste wurden auf Spendenbasis abgegeben. Den Erlös erhält die Jugendwehr.

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