In einem Leichenwagen wird das Opfer zur Obduktion nach Frankfurt gebracht.
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In einem Leichenwagen wird das Opfer zur Obduktion nach Frankfurt gebracht.

Waffen gefunden

Ermittler bestätigen: Tote waren Ehepaar - SEK-Einsatz nach Streit im April

Seit Donnerstag ermittelt die Polizei in der Brüder-Grimm-Straße in Steinau an der Straße in einem Tötungsdelikt. Die Staatsanwältin hielt sich mit Angaben zunächst zurück. Am Freitag bestätigten die Ermittler: Die Tote in Steinau und der Tote in Bad Orb waren ein Ehepaar.

+++ 11.33 Uhr: Nach dem Fund der toten Frau in Steinau und des toten Mannes in Bad Orb am Donnerstagmorgen gehen die Staatsanwaltschaft Hanau und die zuständige Kriminalpolizei in Gelnhausen von einem Tötungsdelikt aus. Bei den beiden Toten handelt es sich um ein aus Steinau stammendes Ehepaar, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

In der Mitteilung äußern sich die Ermittler auch zum Einsatz am Donnerstagmorgen: Zunächst seien Rettungskräfte und Polizei gegen 9.20 Uhr zu dem Café in Steinau an der Straße gerufen worden. Dort fanden sie dann den Leichnam der 52-jährigen Frau, deren Verletzungen auf Fremdeinwirkung hindeuteten. Kurz darauf, gegen 9.40 Uhr, wurde eine leblose männliche Person in einem Waldstück im Bereich Bad Orb gemeldet, die sich nach bisherigen Erkenntnissen mit einer Schusswaffe das Leben nahm. Ermittlungen ergaben, dass es sich hierbei um den 68 Jahre alten Ehemann der in Steinau gefundenen Frau handelt.

Nach umfangreichen kriminalpolizeilichen Maßnahmen an beiden Tatorten stehen nun „weitere Ermittlungen“ an, die Erkenntnisse hinsichtlich der Todesursachen und der Motivlage liefern sollen. In diesem Zusammenhang bestätigte die Polizei den SEK-Einsatz im April, der im Haus des Ehepaars stattgefunden hatte. Unsere Zeitung hatte dies heute bereits berichtet.

Main-Kinzig-Kreis: Tote in Steinau und Toter in Bad Orb waren Ehepaar

Im Zuge des damaligen Einsatzes wurden auch mehrere scharfe Schusswaffen in der Wohnung aufgefunden, die allesamt sichergestellt und aus dem Haus entfernt wurden. Der Tatvorwurf damals reichte jedoch nicht aus, um den Mann in Untersuchungshaft bringen zu können, teilten die Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Die Kriminalpolizei in Gelnhausen bittet in dem Zusammenhang auch um Zeugenhinweise. Wer in Steinau oder Bad Orb entsprechende Wahrnehmungen gemacht hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer (06051) 8270 zu melden. (sec)

Nach den Leichenfunden im Main-Kinzig-Kreis gehen die Ermittler von einem Tötungsdelikt aus.

Update vom 9. Juli, 7.07 Uhr: Nach Informationen unserer Zeitung soll es sich bei den Toten um ein Ehepaar handeln, das zuletzt getrennt lebte. Eindeutige Parallelen bezüglich Herkunft und Alter des Opfers fallen beim Blick auf eine Beziehungstat in Seidenroth im April dieses Jahres auf.

Damals war dort ein Streit zwischen einem Paar eskaliert, in dessen Folge der Ehemann seine Frau gewürgt und ihr ein Kissen auf das Gesicht gedrückt haben soll. Die Frau hatte aus dem Haus flüchten können. Sogar Spezialkräfte der Polizei aus Frankfurt waren damals im Einsatz, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Mann über Schusswaffen verfügt.

Wie op-online.de berichtet, wurde die männliche Leiche von einem Jagdpächter in einem Wald in Bad Orb gefunden. Es sei davon auszugehen, dass es sich dabei um den mutmaßlichen Täter handelt, der sich offenbar das Leben genommen hat*.

Weitere Informationen zur Tat will die Staatsanwaltschaft im Laufe des Freitags bekanntgeben.

Main-Kinzig-Kreis: Frau in Steinau getötet, Leichenfund in Bad Orb

Update von 20.13 Uhr: Am Abend bestätigte Staatsanwältin Lisa Pohlmann im Gespräch mit unserer Zeitung, dass eine männliche Leiche in Bad Orb gefunden wurde. Weitere Angaben zur Identität der beiden Toten oder wie diese genau ums Leben gekommen sind, wollte sie nicht machen.

Nach Informationen unserer Zeitung soll es sich bei der männlichen Leiche um den Ehemann der Frau handeln, die im Literatur-Café Alte Apotheke in Steinau an der Straße getötet wurde. Bei der Toten könnte es sich um eine Frau Anfang 50 handeln, die im Café als Kuchenbäckerin angestellt war.

Tötungsdelikt in Steinau an der Straße: Polizei ermittelt seit dem Morgen

Erstmeldung vom 8. Juli, 18.05 Uhr:

Steinau an der Straße - Gegen 17.30 Uhr am Donnerstag verließ ein Leichenwagen den Tatort in der Innenstadt von Steinau (Main-Kinzig-Kreis). Dort im Literatur-Café Alte Apotheke in der Brüder-Grimm-Straße 27 muss es nach bisherigen Informationen in der Nacht oder am frühen Morgen zu dem tödlichen Vorfall gekommen sein. Bislang ist nur bekannt, dass es sich bei dem Opfer um eine Frau handelt. Noch völlig unklar ist hingegen wer der Täter sein könnte und ob es ein oder mehrere Todesopfer gibt. Die Polizei hat das Gebäude und den rückwärtigen Zugang abgesperrt.

Staatsanwältin Lisa Pohlmann bestätigte vor Ort lediglich, dass die Kriminalpolizei seit dem Morgen vor Ort ist und zwei Teams seither mit der Spurensicherung beschäftigt sind.

Main-Kinzig-Kreis: Tötungsdelikt in Steinau - Polizei seit dem Morgen vor Ort

Der Leichenwagen, so die Staatsanwältin, sei auf dem Weg nach Frankfurt, wo das oder die Opfer in der Rechtsmedizin obduziert werden sollen. Nicht bestätigen wollte sie Informationen von Reportern vor Ort, dass es sich um eine Beziehungstat handelt.

Es ist das zweite Tötungsdelikt im Main-Kinzig-Kreis in nur einer Woche. Erst am vergangenen Freitag hatte die Polizei eine Frauenleiche in einer Wohnung in Schlüchtern gefunden. Wie es vonseiten der Staatsanwaltschaft Hanau auf Nachfrage heißt, verdichten sich die Hinweise auf den möglichen Täter.

Mord in Steinau an der Straße? Polizei ermittelt

„Im Zuge der Ermittlungen haben wir Hinweise erhalten, dass der 79-jährige Ehemann für den Tod seiner 70-jährigen Ehefrau verantwortlich sein könnte“, berichtet Staatsanwältin Lisa Pohlmann. Darüber hinaus deute derzeit vieles darauf hin, dass sich der 79-Jährige, der am 21. Juni im Bereich des Bahnhofs in Steinau tot im Gleisbett gefunden wurde, selbst gerichtet hat. (ag, kw, mln) *op-online.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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