Das Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreises hat die Stallpflicht für Geflügel angeordnet. Der Grund: Das Geflügelpestvirus breitet sich weiter aus.
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Das Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreises hat die Stallpflicht für Geflügel angeordnet. Der Grund: Das Geflügelpestvirus breitet sich weiter aus.

Stallpflicht seit Mitte März

Geflügelpestvirus im Main-Kinzig-Kreis: Geflügel darf wieder nach draußen

Das Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreises hebt die Aufstallungspflicht auf, die noch für Teile des Main-Kinzig-Kreises im Bereich des Mains in Hanau, Maintal und Großkrotzenburg galt.

Update vom 30. April, 15.24 Uhr: Weil in Hessen auch in den vergangenen 14 Tagen keine weiteren Fälle von Geflügelpest festgestellt worden sind, wird die Aufstallungspflicht, die noch für Teile des Main-Kinzig-Kreises im Bereich des Mains in Hanau, Maintal und Großkrotzenburg galt, ebenfalls aufgehoben, heißt es in einer Mitteilung des Main-Kinzig-Kreises. Das bedeutet, dass auch dort das Geflügel ab 1. Mai wieder ins Freie darf.

„Bereits vor vierzehn Tagen konnte aufgrund der nachlassenden Nachweise in der Wildvogelpopulation in weiten Teilen auf die Aufstallungspflicht verzichtet werden. Seither hat es in Hessen keinen Nachweis des Geflügelpesterregers mehr bei Wildvögeln gegeben, so dass das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz in seiner Risikobewertung zu dem Schluss kommt, dass das Geflügel in den verbliebenen Gebieten nun ebenfalls wieder nach draußen darf“, teilt Veterinärdezernent Winfried Ottmann mit.

Geflügelpest im Main-Kinzig-Kreis: Aufstallungspflicht in Hanau, Maintal und Großkrotzenburg aufgehoben

Der Kreisbeigeordnete appelliert parallel zu den Erleichterungen jedoch an alle Geflügelhalter im Kreis, weiterhin möglichst jeglichen direkten und indirekten Kontakt des eigenen Geflügels zu Wildvögeln zu vermeiden. „Jeder Tierhalter steht hier in der Verantwortung, seinen Tierbestand bestmöglich zu schützen und dazu beizutragen, dass die Geflügelpest nicht verbreitet wird“, erläutert Winfried Ottmann.

Update vom 30. März, 13.56 Uhr: Eine erhöhte Gefahr, dass sich die Geflügelpest durch mobile Händler in Hausgeflügelbestände verbreitet, besteht derzeit im Main-Kinzig-Kreis. Darauf machen das Hessische Umweltministerium und das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Main-Kinzig-Kreises aufmerksam.

In den vergangenen Tagen seien vermehrt Einträge des Geflügelpest-Erregers in vorwiegend kleinen Hausgeflügelbestanden in Deutschland gemeldet worden, teilt der Main-Kinzig-Kreis in einer Pressenotiz mit. Ursache für viele dieser Ausbrüche seien mobile Geflügelhändler, die auf Märkten oder an anderen Orten direkt aus dem Lieferwagen Zucht- oder Nutzgeflügel verkaufen.

Geflügelpest im Main-Kinzig-Kreis: Vermehrt Verbreitung durch mobile Händler

Ein solcher mobiler Händler hat laut Kreispressestelle am Samstag, 27. März, auch in Schlüchtern in der Vogelsbergstraße Station gemacht sowie womöglich an anderen Orten im Main-Kinzig-Kreis. Das Veterinäramt bittet deshalb alle Geflügelhalter, die seit Anfang März bei mobilen Händlern lebendes Geflügel erworben haben, sich zu melden. Dies kann per Telefon unter (06051) 8515510 oder per Mail an veterinaeramt@mkk.de geschehen. (sko)

Erstmeldung vom 11. März: Main-Kinzig-Kreis - Mit Wirkung von Mittwoch, 10. März, hat das Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreises in zahlreichen Gebieten die Stallpflicht für Geflügel angeordnet. Für die betroffenen Tierhalter in Teilbereichen mehrerer Städte und Gemeinden gilt, dass Geflügel und andere gehaltene Vögel in geschlossenen Ställen oder mindestens sicher vor Wildvogelkontakt geschützt untergebracht sein müssen: Die Regelung gilt für Bad Soden-Salmünster, Bad Orb, Birstein, Brachttal, Bruchköbel, Erlensee, Gelnhausen, Großkrotzenburg, Gründau, Hasselroth, Hanau, Langenselbold, Linsengericht, Maintal, Neuberg, Nidderau, Niederdorfelden, Rodenbach, Schöneck, Sinntal, Steinau und Wächtersbach.

Erst in der vergangenen Woche hatte der Main-Kinzig-Kreis Sperrzonen wieder aufheben können. Das Geflügel konnte dort wieder ins Freie. Nun jedoch wurden zahlreiche Virusnachweise in Hessen bestätigt, unter anderem auch in der Stadt und im Landkreis Offenbach. Auch bei einem toten Silberreiher im Vogelsberg wurde die Geflügelpest nachgewiesen.

Main-Kinizig-Kreis: Geflügelpest breitet sich aus - Ab sofort gilt wieder Stallpflicht

Das Virus werde sich in den kommenden Tagen durch den Vogelzug sicher weiter verbreiten, schätzt das Veterinäramt. Im ganzen Main-Kinzig-Kreis sei daher Sorgfalt geboten.

„Nach einer Risikobewertung konnte zunächst noch auf eine Verfügung für alle Geflügelhalter im Kreis verzichtet werden“, so Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann, „noch sind nur Gebiete in Gewässernähe von der Anordnung betroffen, wo bekanntermaßen ein hohes Wildvogelaufkommen herrscht, sowie Regionen rund um große Geflügelhaltungen.“

Geflügelpestvirus breitet sich aus - Main-Kinzig-Kreis gibt Allgemeinverfügung heraus

Die genauen Zuschnitte der betroffenen Gebiete sind einer Allgemeinverfügung zu entnehmen, die ebenso wie kartografische Darstellungen sowohl nach Terminvereinbarung im Amt für Veterinärwesen in Gelnhausen, vor allem aber auch auf der Internetseite des Main-Kinzig-Kreises (www.mkk.de) unter Aktuelles/Öffentliche Bekanntmachungen einzusehen ist. Winfried Ottmann appelliert jedoch gleichzeitig an alle Geflügelhalter im Kreis ungeachtet des Zuschnitts der Anordnung, weiterhin gehaltenes Geflügel vor Kontakt zu Wildvögeln zu schützen.

Fragen zur Geflügelpest beantworten die Mitarbeiter des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz telefonisch unter (06051) 8515510 oder per Email: veterinaeramt@mkk.de. (sec)

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