Das Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreises hat die Stallpflicht für Geflügel angeordnet. Der Grund: Das Geflügelpestvirus breitet sich weiter aus.
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Das Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreises hat die Stallpflicht für Geflügel angeordnet. Der Grund: Das Geflügelpestvirus breitet sich weiter aus.

Stallpflicht seit Mitte März

Geflügelpestvirus im Main-Kinzig-Kreis: Gefahr der Verbreitung durch mobile Händler

Das Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreises weist auf die Gefahr der Verbreitung des Geflügelpestvirus durch mobile Händler hin. Die Stallpflicht für Geflügel hat weiterhin Bestand.

Update vom 30. März, 13.56 Uhr: Eine erhöhte Gefahr, dass sich die Geflügelpest durch mobile Händler in Hausgeflügelbestände verbreitet, besteht derzeit im Main-Kinzig-Kreis. Darauf machen das Hessische Umweltministerium und das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Main-Kinzig-Kreises aufmerksam.

In den vergangenen Tagen seien vermehrt Einträge des Geflügelpest-Erregers in vorwiegend kleinen Hausgeflügelbestanden in Deutschland gemeldet worden, teilt der Main-Kinzig-Kreis in einer Pressenotiz mit. Ursache für viele dieser Ausbrüche seien mobile Geflügelhändler, die auf Märkten oder an anderen Orten direkt aus dem Lieferwagen Zucht- oder Nutzgeflügel verkaufen.

Geflügelpest im Main-Kinzig-Kreis: Vermehrt Verbreitung durch mobile Händler

Ein solcher mobiler Händler hat laut Kreispressestelle am Samstag, 27. März, auch in Schlüchtern in der Vogelsbergstraße Station gemacht sowie womöglich an anderen Orten im Main-Kinzig-Kreis. Das Veterinäramt bittet deshalb alle Geflügelhalter, die seit Anfang März bei mobilen Händlern lebendes Geflügel erworben haben, sich zu melden. Dies kann per Telefon unter (06051) 8515510 oder per Mail an veterinaeramt@mkk.de geschehen. (sko)

Erstmeldung vom 11. März: Main-Kinzig-Kreis - Mit Wirkung von Mittwoch, 10. März, hat das Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreises in zahlreichen Gebieten die Stallpflicht für Geflügel angeordnet. Für die betroffenen Tierhalter in Teilbereichen mehrerer Städte und Gemeinden gilt, dass Geflügel und andere gehaltene Vögel in geschlossenen Ställen oder mindestens sicher vor Wildvogelkontakt geschützt untergebracht sein müssen: Die Regelung gilt für Bad Soden-Salmünster, Bad Orb, Birstein, Brachttal, Bruchköbel, Erlensee, Gelnhausen, Großkrotzenburg, Gründau, Hasselroth, Hanau, Langenselbold, Linsengericht, Maintal, Neuberg, Nidderau, Niederdorfelden, Rodenbach, Schöneck, Sinntal, Steinau und Wächtersbach.

Erst in der vergangenen Woche hatte der Main-Kinzig-Kreis Sperrzonen wieder aufheben können. Das Geflügel konnte dort wieder ins Freie. Nun jedoch wurden zahlreiche Virusnachweise in Hessen bestätigt, unter anderem auch in der Stadt und im Landkreis Offenbach. Auch bei einem toten Silberreiher im Vogelsberg wurde die Geflügelpest nachgewiesen.

Main-Kinizig-Kreis: Geflügelpest breitet sich aus - Ab sofort gilt wieder Stallpflicht

Das Virus werde sich in den kommenden Tagen durch den Vogelzug sicher weiter verbreiten, schätzt das Veterinäramt. Im ganzen Main-Kinzig-Kreis sei daher Sorgfalt geboten.

„Nach einer Risikobewertung konnte zunächst noch auf eine Verfügung für alle Geflügelhalter im Kreis verzichtet werden“, so Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann, „noch sind nur Gebiete in Gewässernähe von der Anordnung betroffen, wo bekanntermaßen ein hohes Wildvogelaufkommen herrscht, sowie Regionen rund um große Geflügelhaltungen.“

Geflügelpestvirus breitet sich aus - Main-Kinzig-Kreis gibt Allgemeinverfügung heraus

Die genauen Zuschnitte der betroffenen Gebiete sind einer Allgemeinverfügung zu entnehmen, die ebenso wie kartografische Darstellungen sowohl nach Terminvereinbarung im Amt für Veterinärwesen in Gelnhausen, vor allem aber auch auf der Internetseite des Main-Kinzig-Kreises (www.mkk.de) unter Aktuelles/Öffentliche Bekanntmachungen einzusehen ist. Winfried Ottmann appelliert jedoch gleichzeitig an alle Geflügelhalter im Kreis ungeachtet des Zuschnitts der Anordnung, weiterhin gehaltenes Geflügel vor Kontakt zu Wildvögeln zu schützen.

Fragen zur Geflügelpest beantworten die Mitarbeiter des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz telefonisch unter (06051) 8515510 oder per Email: veterinaeramt@mkk.de. (sec)

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