Einen Teleskop-Schlagstock, ähnlich wie dieser, und zwei Messer trug der ertappte Dieb in Kassel bei sich.
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Einen Teleskop-Schlagstock, ähnlich wie dieser, trug ein 33-Jähriger bei sich, als er seinen Cousin zur Rede stellte. Jetzt wurde er deswegen zu einer Geldstrafe verurteilt. (Symbolfoto)

Mann aus Schlüchtern

Heftiger Streit in Verwandtschaft: Geldstrafe für 33-Jährigen nach Schlagstock-Attacke

Ein 33-Jähriger wollte seinen Cousin wegen einer vorangegangenen Äußerung zur Rede stellen. Jetzt stand der Aggressor deswegen vor den Schranken des Amtsgerichts Gelnhausen im Main-Kinzig-Kreis.

Schlüchtern - Der vorbestrafte Mann aus Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) ist wegen Sachbeschädigung und Beleidigung zu einer Geldstrafe von 600 Euro (60 Tagessätze à 10 Euro) verurteilt worden. Zudem muss er ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro bezahlen, weil er einen Teleskop-Schlagstock bei der Tat mit sich führte. Erst kürzlich wurde ein 32-jähriger Familienvater im Main-Kinzig-Kreis zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Der Vorfall hatte sich am 26. Oktober vergangenen Jahres um die Mittagszeit in einem Mietshaus in der Schlüchterner Innenstadt zugetragen. Der Beschuldigte hatte im Vorfeld erfahren, dass der Cousin seine Eltern beleidigt und bedroht hatte. Das wollte der 33-Jährige so nicht stehen lassen und geklärt wissen, was er dem 32-Jährigen auch mitteilte. „Komm’ vorbei. Ich bring’ Dich um“, soll dieser geantwortet haben.

Main-Kinzig-Kreis: Geldstrafe für Mann (33) nach Schlagstock-Attacke

Trotz der offenen Bedrohung suchte der 33-Jährige die Wohnung des Mannes auf – allerdings mit einem Teleskopschlagstock im Gepäck, um „auf Nummer sicher zu gehen“. Das Opfer öffnete jedoch nicht. So tobte der Angeklagte vor der Wohnung, betitelte sein Gegenüber beispielsweise als „Hurensohn“ und schlug mit dem Stock das Glasfeld in der Tür ein.

Zufällig war der Vermieter des Hauses in der Nähe, der das Geschehen hautnah miterlebte. Er versuchte den Aggressor zu beruhigen. Gleichzeitig rief das Opfer die Polizei um Hilfe. Alles Gründe genug für den 33-Jährigen, das Weite zu suchen. Doch eine Streife griff ihn in der Nähe auf und stellte den Schlagstock sicher.

Vor Gericht räumte der Mann seinen „Auftritt“ beim Cousin grundsätzlich ein. Allerdings will er den Schlagstock nur mitgeführt und nicht damit herumgeschlagen haben. Die Scheibe an der Tür habe bereits einen Riss gehabt. Beim Ziehen am Griff sei diese dann zerborsten. Drohworte, wie in der Anklage vorgeworfen, will er auf keinen Fall gerufen haben. (Lesen Sie hier: Maserati-Fahrer in Gelnhausen wegen Betruges angeklagt)

Mann war bereits vorbestraft - wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung

Der Angeklagte bot an, für den Schaden an der Tür aufzukommen. Der Geschädigte berichtete als Zeuge von seiner großen Angst, zusammengeschlagen zu werden. Gleichzeitig räumte er ein, dass beide trotz Verwandtschaft noch nie das beste Verhältnis zueinander hatten. Schon öfter sei es zu Reibereien gekommen. Heute gehen sie sich aus dem Weg.

Der 33-Jährige war bereits 2012 zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung und Beteiligung an einer Schlägerei mit tödlichem Ausgang verurteilt worden. 2016 gab es wegen Sachbeschädigung eine Geldstrafe. Richter Ott mahnte ihn aufzupassen, damit nicht noch einmal „die Gäule mit Ihnen durchgehen“. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft sprach ebenfalls von einem hohen Aggressionspotential und forderte eine Geldstrafe von 1200 Euro. (ls)

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