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„Epochale Entscheidung“: Stadt Hanau und Main-Kinzig-Kreis über Kreisfreiheit einig

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Die Stadt Hanau wird voraussichtlich ab dem 1. Januar 2026 den Status einer kreisfreien Stadt tragen.
Die Stadt Hanau wird voraussichtlich ab dem 1. Januar 2026 den Status einer kreisfreien Stadt tragen. © Stadt Hanau/dpa

Die Stadt Hanau ist bei ihren Plänen für die Kreisfreiheit entscheidende Schritte vorangekommen. Sie ist sich mit dem Main-Kinzig-Kreis über die Bedingungen der Auskreisung einig geworden.

Langenselbold - Mit dem Main-Kinzig-Kreis seien alle wesentlichen Punkte für die vertragliche Einigung geklärt worden, erklärten Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky und der Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Thorsten Stolz (beide SPD), am Mittwoch in Langenselbold.

In den kommenden Monaten könne die Einigung zur endgültigen Beschlussfassung in den jeweiligen Parlamenten auf den Weg gebracht werden. Wirksam werden soll der neue Status einer kreisfreien Stadt Hanau zum 1. Januar 2026.

„Die Zusammenarbeit wird von dem Verständnis getragen, dass die künftige kreisfreie Stadt Hanau und der Main-Kinzig-Kreis zwei starke Partner für die Region sind“, erklärte Stolz. Kaminsky sprach von einer „epochalen Entscheidung“, von der man sich mehr Bürgernähe sowie einen Image- und Bedeutungsgewinn für die Stadt verspreche, die sich im Rhein-Main-Gebiet zu behaupten habe.

Main-Kinzig-Kreis und Hanau über Kreisfreiheit einig - Versprechen an Bürger

Der Schritt soll aber nicht zulasten der Bürger sowie der anderen 28 Städte und Gemeinden in dem Landkreis gehen. So sollten die Steuern und Gebühren in Hanau - etwa die Abwasser- und Müllgebühren sowie die Gewerbe- und Grundsteuer - auch künftig „im unauffälligen Mittelfeld“ liegen, sagte Kaminsky.

Eine Verhandlungskommission hatte sich in den vergangenen Monaten nach der Corona-bedingten Zwangspause mit letzten offenen Themen beschäftigt. Dabei ging es vor allem um die Abfallentsorgung, Regelungen zu Fragen der Personalwirtschaft sowie die Zukunftssicherung der kreiseigenen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung. Neben Ausgleichszahlungen habe man sich auch auf die Fortsetzungen von Kooperationen und auf Laufzeiten verständigt.

Zusammen wollen Hanau und der Main-Kinzig-Kreis zudem einen Zukunftsfonds auflegen, der sich den Themen erneuerbare Energien sowie der Transformation der Wirtschafts- und Arbeitswelt widmen soll. Daraus könnten beispielsweise Start-ups aus diesen Bereichen gefördert werden, sagte Kaminsky. (dpa)

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