Für die beiden Hochlandrinder wurde diese Wiese neben einer Straße zum gefundenen Fressen.
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Für die beiden Hochlandrinder wurde diese Wiese neben einer Straße zum gefundenen Fressen.

Basti und Ayla aus Main-Kinzig-Kreis

Zwei Hochlandrinder büxen aus: Bürger sichern Straße ab - Unverständnis bei einigen Autofahrern

Basti und Ayla aus Mottgers, zwei schottische Hochlandrinder, sind am Wochenende ausgebüxt. Auf einer Wiese neben einer Straße wurden sie zur Gefahr für den Verkehr. Die zahmen Tiere konnten aber wieder zurück auf ihre Weide gelockt werden.

Sinntal - Wunderschön kleidet das momentan satte Maigrün nicht nur die Wiesen der Sterbfritzer Höhe bei Sinntal im Main-Kinzig-Kreis. Kein Zaun versperrt dort die Sicht und den Zugang zur Wiese, die unmittelbar an die Straße grenzt, die von der Höhe runter in den Ortsteil Mottgers führt.

Main-Kinzig-Kreis: Zwei Hochlandrinder büxen aus - Bürger sichern Straße ab

Sie war das erklärte Ziel der am Samstagmittag ausgebüxten zweijährigen „Highland-Cattle“-Zwillinge Basti und Ayla aus Mottgers. Es müssen wohl Frühlingsgefühle gewesen sein, die die Tiere zu ihrem Ausflug angeregt hatten, frei nach dem Motto: „Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt, so steht auch mir der Sinn in die weite Welt.“

Hochlandrinder

Das Schottische Hochlandrind wurde vor etwa 200 Jahren aus einer keltischen Landrasse gezüchtet. Typische Eigenschaften sind: kleiner und leichter Körperbau, um sich sicher in steinigem oder moorigem Gelände bewegen zu können; dichtes langes Fell und dicke Haut schützen vor Kälte und Hitze; geringer Anspruch an Futterqualität; Langlebigkeit; gutmütig, ausgeglichen und ruhig.

Doch was für die beiden ein gefundenes Fressen war, wurde angesichts des Autoverkehrs kurz vor einer uneinsehbaren Kurve zum gefährlichen Abenteuer. Da ist es gut, dass etliche Menschen zu helfen versuchten. Autos mit eingeschalteten Warnblinkern am Straßenrand versperrten den Weg zur Straße. Jemand, der wusste, wem die beiden gehören könnten, war ebenfalls zur Stelle. (Lesen Sie hier: RTL und arte drehen auf Gnadenhof in Schlitz mit Kuh Anke)

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Und so hieß es eine Weile in respektvollem Abstand warten bis das „Herrchen“ da war und die beiden mit einem Eimer Futter wieder in Richtung heimischer Weide lockte. Dies dauerte eine Weile, da dem Bullen Basti das Ende der Exkursion gar nicht recht war. Für Irritationen sorgten einige hupend vorbeifahrende Autofahrer, welche die Gefahr wohl ignorierten. (Von Brigitte Betz)

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