Der Initiator des neuen Kulturweges in Hutten, Rainer Heinbuch (von links), montiert mit Stefan Ochs und Frank Betz die Infotafel an der Friedenslinde, die zur Erinnerung an den Krieg 1870/71 dort platziert wurde.
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Der Initiator des neuen Kulturweges in Hutten, Rainer Heinbuch (von links), montiert mit Stefan Ochs und Frank Betz die Infotafel an der Friedenslinde, die zur Erinnerung an den Krieg 1870/71 dort platziert wurde.

Vom Landrücken in alle Himmelsrichtungen

Elf Kilometer langer Rundwanderweg im Main-Kinzig-Kreis: Kulturweg Hutten ist fertig

Der Kulturweg Hutten „Vom Landrücken in alle Himmelsrichtungen“ ist fertig markiert und kann ab Sonntag, 20. Juni, zwischen Hutten und Elm bewandert werden.

Hutten - Das Kulturweg-Projekt, das Katja Betz und Rainer Heinbuch initiiert haben, macht Kultur erlebbar, so wie es sich das Archäologische Spessart-Projekt (ASP) seit 1999 auf die Fahnen geschrieben hat. Ein Arbeitskreis trug Historisches zusammen und legte einen elf Kilometer langen Rundwanderweg an. Sieben große und zehn kleine Tafeln in dem bekannten Design der Europäischen Kulturwege stellten AG-Mitglieder mit Unterstützung des Bauhofes und der Forstverwaltung auf.

„Vom Landrücken in alle Himmelsrichtungen“ nennt sich der 117. Kulturweg. Die Arbeitsgruppe für den Huttener Kulturweg ist dankbar, dass die Finanzierung durch großzügige Sponsoren und kommunale Förderung ermöglicht wurde. Der Aschaffenburger Historiker, Archäologe und Projektleiter „Europäische Kulturwege“ Dr. Gerrit Himmelsbach gehört dem Archäologischen Spessart-Projekt (ASP) und dem Unterfränkischen Institut für Kulturlandschaftsforschung der Universität Würzburg an.

Main-Kinzig-Kreis: Elf Kilometer langer Rundwanderweg in Hutten ist fertig

Er ist voll des Lobes über das ehrenamtliche Engagement der Arbeitsgruppe. „Hutten ist etwas Besonderes,“ sagte er. Jeder habe mitgemacht, sodass in dem kleinen Dorf im Main-Kinzig-Kreis etwas Großes entstanden sei. Der Wanderweg beginnt in der Dorfmitte am Wappenstein. Bevor es auf den Rundkurs geht, empfiehlt es sich, einen Schlenker hinauf zum Berg „Lederhose“ zu machen, von wo aus sich ein fantastischer Rundblick eröffnet – deshalb die Kulturweg-Bezeichnung „Vom Landrücken in alle Himmelsrichtungen“. (Lesen Sie hier: Gartenhütte brennt völlig aus - Feuerwehr rettet Haus im Main-Kinzig-Kreis)

Hier haben die Heimat- und Wanderfreunde Hutten eine Sitzgruppe spendiert, und eine Panoramatafel beschreibt alle Erhöhungen – auch den Monte Kali in Neuhof. Voller bebilderter Informationen sind die Tafeln an dem Rundweg. Wie Hutten zu seinem Namen kam, die früher das Dorf prägende Landwirtschaft, die Huttenburg, die drei Schulen, die evangelische Kirche, die Friedenslinde in der Dorfmitte, das ehemalige Jugenddorf Heiligenborn, das 1924 gebaute Freischwimmbad, der Campingplatz und der Bau des Sportplatzes 1921.

Auch der 232 Meter lange Ebertsberg-Bahntunnel wird angelaufen, ebenso die ehemalige Braunkohlegrube und das Zementwerk Elm. Der Weidekrieg in Eschers wird erklärt, und die Naturschutzgebiete „Am Stein“, Ebertsberg und Escherts werden durchwandert. Der früher bedeutende Bahnhof Elm und Burg Brandenstein liegen ebenfalls an der Route.

Einen Flyer mit der Wanderstrecke gibt es am Startpunkt in Hutten und im Bürger-Büro am Stadtplatz. Wegen der Corona-Pandemie erfolgt die offizielle Eröffnung des 117. Europäischen Kulturweges erst am 1. August. (Von Walter Dörr)

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