Max Hodum, Lorena Busch und Mirco Martin (von links) präsentieren ihr Unternehmen vor ihren Lehrern und Vertretern der Kreissparkasse Schlüchtern.
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Max Hodum, Lorena Busch und Mirco Martin (von links) präsentieren ihr Unternehmen vor ihren Lehrern und Vertretern der Kreissparkasse Schlüchtern. (Es fehlen Lasse Zinkand und Lusina Klüh.)

„Wir können nur profitieren“

Handy-App für mehr Disziplin: Kinzig-Schule mit guter Platzierung beim Deutschen Gründerpreis

Menschen aus ihrem Trott herausholen, ihnen helfen, den Tag besser zu strukturieren – das ist die Idee, auf deren Grundlage fünf Schülerinnen und Schüler der Kinzig- Schule Schlüchtern eine App entwickeln wollten. „Improved Life“ heißt diese. Das bedeutet so viel wie „verbessertes Leben“ und fand nicht nur bei der Jury Anklang.  

Schlüchtern - Bereits seit 23 Jahren wird der Deutsche Gründerpreis auch an Schülerinnen und Schüler verliehen. „Im Rennen“ sind dabei immer wieder Teams der Kinzig-Schule im Main-Kinzig-Kreis. „Die Idee zu der App kam uns recht schnell, denn aktuell gibt es nicht viel in dieser Richtung“, sagt Lorena Busch. Die Schülerin und ihre Mitstreiter haben sich freiwillig gemeldet, um in ihrer Freizeit an dem Projekt zu arbeiten.

Main-Kinzig-Kreis: Kinzig-Schule mit guter Platzierung beim Gründerpreis

Gestern Nachmittag erhielten die Schülerinnen und Schüler Auszeichnungen und Preisgelder in Höhe von 150 Euro für das Team und 500 Euro für die Schule von der Kreissparkasse Schlüchtern. Die Gruppe präsentierte die denkbaren Funktionen ihrer App und den Businessplan, den sie entwickelt hat. „Ein großes Problem war die Monetarisierung“, weiß Schüler Mirco Martin, denn man wolle auch eine kostenlose Version der App anbieten, die dann aber mit Werbegeldern finanziert werden müsse.

„Wir als Wirtschaftsschüler können von diesem Wettbewerb nur profitieren“, erklärt der 17-jährige Max Hodum. Die Gruppe hat gelernt, wie ein Unternehmen gegründet wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten dabei zum Beispiel eine passende Rechtsform wählen, einen Finanzplan erstellen und einen Businessplan erarbeiten.

Darüber hinaus haben die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie die Arbeit in einem Team funktioniert. Insbesondere, dass Kommunikation in der Gruppe essenziell wichtig ist und – da sind sie sich einig– diese vielleicht etwas auf der Strecke geblieben ist. (Lesen Sie hier: Neue Mensa und moderne Räume: Sanierung der Stadtschule Schlüchtern abgeschlossen)

„Wir als Wirtschaftsschüler können von diesem Wettbewerb nur profitieren“

Doch Torsten Priemer, Vorstandsvorsitzender des Schlüchterner Geldhauses, erinnert daran, dass die Gruppe im Hinblick auf ihre Platzierung nicht so viel Selbstkritik üben solle. Seine Kollegin Sonja Heil kennt das Ergebnis: Platz 15 von 71 auf Landesebene und Platz 143 von 844 auf Bundesebene sprächen durchaus für sich.

Die Schülerinnen und Schüler waren bei der Arbeit nicht auf sich gestellt, die Lehrkräfte Oliver Kolesky und Christian Riek unterstützten als sogenannte „Lehrerpaten“, und der Telekommunikationsanbieter „DTC Daten Tele Communikation“ aus Bad Soden-Salmünster half den jungen Gründern als „Unternehmenspate“.

Drei Monate – so viel Zeit blieb allen Schülerinnen und Schülern, um insgesamt neun Aufgaben zu erledigen. Die Ergebnisse wurden zunächst bewertet. Projekte, die dabei eine bestimmte Mindestpunktzahl erreicht hatten, wurden von einer Experten-Jury begutachtet.