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Platz für Windkraftanlagen - Kohlwald im Brandensteiner Forst fast gerodet

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Die Rodungsarbeiten unweit von Burg Brandenstein sind weit fortgeschritten.
Die Rodungsarbeiten unweit von Burg Brandenstein sind weit fortgeschritten. © Tim Bachmann

Nun lichtet sich der Kohlwald unweit der Burg Brandenstein, um Platz für zwei Windkraftanlagen der Firma Juwi zu machen. Die Rodungsarbeiten sind wohl annähernd abgeschlossen, einem raschen Fortschreiten der Bauarbeiten scheint kaum mehr etwas im Wege zu stehen.

Elm - Die Firma Juwi aus Wörrstadt scheint ihren Zeitplan für den Bau von zwei Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von 166 Metern bei Burg Brandenstein im Main-Kinzig-Kreis wohl wie vorgesehen in die Tat umsetzen zu können. Das Projekt hatte nach Erhalt der Genehmigung in der Ausschreibungsrunde im September 2021 für „Wind onshore“ der Bundesnetzagentur zur Ermittlung des Einspeisetarifs einen Zuschlag erhalten.

„Sodass wir nun in die Phase der bauvorbereitenden Maßnahmen eingetreten sind“, erklärte Juwi-Pressesprecher Felix Wächter damals. Inzwischen liegen die Bäume, die einer Realisierung noch im Wege standen, die forstlichen Aktivitäten scheinen weit fortgeschritten, wenn man die Mengen an Holz an den ausgefahrenen und matschigen Zuwegungen betrachtet.

Main-Kinzig-Kreis: Kohlwald im Brandensteiner Forst für Windkraftanlagen gerodet

Auf einer Fläche von mehreren hundert Quadratmetern ist es inzwischen licht geworden. Ein Bagger ist unermüdlich im Einsatz, ansonsten ist nicht viel von den Forstarbeiten zu sehen. Dass die Bäume inzwischen gefällt sind, hat auch damit zu tun, dass die Forstarbeiten aus naturschutzrechtlichen Gründen nur bis Ende dieses Monats möglich sind. 

Unlängst habe wohl auch ein Ortstermin mit Polizei und Vertretern der Stadt Schlüchtern stattgefunden, um über die Zuwegung beziehungsweise Andienung der Baustelle zu sprechen. (Lesen Sie auch: Geld aus Windkraft: Eine Viertelmillion Euro im Jahr geht an die Stadt Schlüchtern)

Gemäß dem Genehmigungsbescheid würden alle Aktivitäten durch eine ökologische Baubegleitung überwacht. Hierzu gehöre auch eine Bodenbaubegleitung. Der ursprüngliche Plan, die Inbetriebnahme der Anlagen noch in diesem Jahr zu erreichen, wie es Felix Wächter im vorigen September angekündigt hatte, scheint inzwischen realistisch. (ag, tim)

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