Hans Rüger, der ehemalige Landrat des Main-Kinzig-Kreises, ist im Alter von 95 Jahren gestorben.
+
Hans Rüger, der ehemalige Landrat des Main-Kinzig-Kreises, ist im Alter von 95 Jahren gestorben.

Digitales Kondolenzbuch

Main-Kinzig-Kreis: Der ehemalige Landrat Hans Rüger (95) ist gestorben

Hans Rüger, der ehemalige Landrat des Main-Kinzig-Kreises, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Bürgerinnen und Bürger können ihre Anteilnahme in einem digitalen Kondolenzbuch ausdrücken.

Main-Kinzig-Kreis – Hans Rüger (CDU) war sechs Jahre lang Landrat im damaligen Landkreis Gelnhausen. 1974 wählten ihn die Bürgerinnen und Bürger an die Spitze des damals neu gebildeten Main-Kinzig-Kreises. Wie der Landkreis in einer Mitteilung berichtet, ist Rüger am Freitag, 15. Januar, im Alter von 95 Jahren gestorben.

Main-Kinzig-Kreis: Kreisspitze gedenkt Landrat Hans Rüger (95)

Lesen Sie hier: Main-Kinzig-Kreis bringt Glasfaserausbau in Städten und Gemeinden voran.

Gemeinsam mit dem Kreistagsvorsitzenden Carsten Ullrich (SPD) gedenkt die Kreisspitze mit Landrat Thorsten Stolz (SPD), der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler (SPD) und dem Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann (CDU) eines „verdienten und außergewöhnlichen Menschen, dem der Main-Kinzig-Kreis sein Gesicht verdankt“, heißt es in der Mitteilung. „Wir würdigen heute in gleichem Maße einen vorbildlichen Politikstil und einen respektvollen Umgang miteinander sowie eine Lebensleistung mit den Merkmalen Ehrlichkeit, Pflichtbewusstsein und einem ganz besonderen Humor“, so die gemeinsame Würdigung.

Kondolenzbuch

Damit die Bürgerinnen und Bürger ihre Anteilnahme ausdrücken können, hat der Main-Kinzig-Kreis im Eingangsbereich des Landratsamtes sowie in digitaler Form auf der Homepage (https://www.mkk.de/aktuelles/kondolenzbeitrag/kondolenzbuch_1.html) ein Kondolenzbuch ausgelegt.

Hans Rügers Wahlsieg 1974 sei „eine echte Überraschung“ gewesen. Der damalige Landrat aus Gelnhausen habe nicht unbedingt als Freund der aus Wiesbaden aufgesetzten Gebietsreform gegolten. „Doch der bürgernahe, authentische und pragmatische Kandidat Hans Rüger überzeugte die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler und trat damit an die Spitze des ungeliebten ‚Kunstgebildes‘“, schreibt der Main-Kinzig-Kreis.

Sein „unkonventionelles Handeln bei politischen Vorhaben“ als damaliger Landrat habe Hans Rüger sehr gern mit dem Hinweis auf das „Gelnhäuser Landrecht“ begründet, wie sich Erich Pipa (SPD) an die „Tatkraft seines Vor-Vorgängers“ anlässlich dessen 90. Geburtstages erinnerte. Die Formulierung aus der Ansprache vom Dezember 2015 beschreibe zutreffend das Andenken an eine besondere Persönlichkeit: „Ganz gleich, ob wir über seine politische Arbeit als Christdemokrat, seine Amtsführung als Landrat, seine Tätigkeit im Sparkassenwesen oder über den Privatmann reden: Hans Rüger war immer Hans Rüger. Und seine Handschrift war einzigartig.“ (lio)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema