Das Gleis 3 am Steinauer Bahnhof ist gesperrt.
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Das Gleis 3 am Steinauer Bahnhof ist gesperrt. Die Bahn hat Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Zeugen werden gesucht

Mann wird im Bahnhof Steinau von Zug erfasst - Unglück stellt Polizei weiter vor Rätsel

Zwischenfall am Montagmorgen, 21. Juni, im Bahnhof Steinau: Gegen 8.30 Uhr wurde eine Person von einem Regionalexpress, der in Richtung Frankfurt unterwegs war, erfasst. Die Identität des Toten ist noch nicht geklärt, die Polizei bittet Zeugen um Hilfe.

Update vom 22. Juni, 17.56 Uhr: Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen gab bekannt, dass die Identität des Mannes auch am Dienstag, 22. Juni, noch nicht geklärt sei. Es lägen auch keine Vermisstenmeldungen vor, die auf den Mann zuträfen. Auch ein erster Zeugenaufruf habe bislang noch zu keiner Resonanz geführt, hieß es. 

Mögliche Bilder aus Video-Überwachungsanlagen liegen vom Bahnhof Steinau nicht vor, weshalb der Hergang des Unglücks mit tödlichem Ausgang bisher nicht verlässlich rekonstruiert werden konnte. Aus diesem Grund ruft die Polizei erneut dazu auf, dass sich mögliche Zeugen des Unglücks melden. Dies könnten vor allem Passagiere sein, die am Montag mit dem Regionalexpress um 8.36 Uhr in Richtung Frankfurt unterwegs waren oder in Steinau zusteigen wollten.

Main-Kinzig-Kreis: Mann in Steinau von Zug erfasst - Toter trug blaue Hose und weißes Shirt

+++ 15.16 Uhr: Die Kriminalpolizei hat nun Details zu dem Toten bekanntgegeben. Demnach soll es sich bei der Person um einen grauhaarigen Mann handeln, der mit einer blauen Hose und einem weißen T-Shirt bekleidet war. „Die Identität des Toten steht noch nicht fest“, erklärte die Polizei in einer Pressemitteilung.

Die Polizei hofft darauf, dass Zeugenaussagen, ein wenig Licht in die Ermittlungen bringen können. „Insbesondere Fahrgäste, die auf den Regionalzug um 8.36 Uhr gewartet haben, könnten den grauhaarigen Mann zuvor gesehen haben.“ Die Kriminalpolizei bittet zur Klärung des Geschehens nun mögliche Zeugen, die zuvor Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer (06181) 100123 zu melden.

Update von 12.34 Uhr: Der Einsatz auf den Gleisen ist nun beendet. Wie die Deutsche Bahn bekanntgibt, kann es jedoch noch zu Folgeverspätungen kommen. Die Bahn rät Reisenden, ihre Verbindungen kurz vor der Abfahrt des Zuges noch einmal zu überprüfen.

Steinau (Main-Kinzig-Kreis): Unfall am Bahnhof - Zwei Gleise gesperrt

Erstmeldung vom 21. Juni, 11.21 Uhr: Steinau - Nach Angaben eines Bahn-Sprechers hatte der Zugführer beim Einfahren die offenbar leblose Person im Gleisbett noch gesehen, konnte aber den Regionalexpress nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen. Es wird vermutet, dass ein vorausfahrender Zug – möglicherweise ein ICE – die Person bereits erfasst hatte.

Die Deutsche Bahn und der Rhein-Main-Verkehrsbund (RMV) teilen folgendes zu der Sperrung am Bahnhof in Steinau im Main-Kinzig-Kreis mit: „Notarzteinsatz auf der Strecke Hanau Hauptbahnhof - Fulda zwischen Bad Soden-Salmünster und Schlüchtern. Es kommt zu Verspätungen und Ausfällen in beide Richtungen im Regionalverkehr. Die Gleise 3 und 4 in Steinau sind gesperrt.“

Ein Busnotverkehr mit sechs Bussen zwischen Bad Soden-Salmünster und Fulda ist eingerichtet. Weitere Details zum Hergang des Unglücks und den Hintergründen waren zunächst nicht bekannt. Ein Suizid steht im Raum, wie die Polizei Südosthessen auf Nachfrage unserer Zeitung jedoch erklärt, könne es sich auch um einen Unfall handeln.

Unglück am Bahnhof in Steinau: Polizei sucht Zeugen

Die Kriminalpolizei Hanau ist mit dem Fall betraut und bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Unfallhergang liefern können, sich zu melden. (usd, akh)

Über Suizidfälle berichtet die Fuldaer Zeitung ausschließlich in Fällen von besonderem öffentlichen Interesse. Grund für diese Zurückhaltung ist die Nachahmungsgefahr. Sind Sie selbst von Selbstmordgedanken oder Depressionen betroffen, wenden Sie sich bitte über das Info-Telefon unter (0800) 3344533 an die Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

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