Jonas Janssen und sein Team planen ein Picknick-Open-Air im Kurpark Bad Soden. Zentrum wird der Musikpavillon sein, in dem regionale und überregionale Bands und DJs auftreten sollen.
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Jonas Janssen und sein Team planen ein Picknick-Open-Air im Kurpark Bad Soden. Zentrum wird der Musikpavillon sein, in dem regionale und überregionale Bands und DJs auftreten sollen.

Ticketverkauf ab 7. Juni

Musikfestival mit Großstadtcharakter: Jonas Janssen plant Picknick-Open-Air im Kurpark in Bad Soden

Der Wunsch aus der Pandemie zurück in die Normalität – das bedeutet für viele Menschen auch: zurück auf Konzerte, zu Festivals, in Restaurants. Diese Art der Normalität will Jonas Janssen den Musikbegeisterten nun bieten – in Form eines Picknick-Open-Airs im Kurpark.

Bad Soden - Das Musikfestival soll am Freitag und Samstag, 13. und 14. August, jeweils von 19 Uhr bis Mitternacht zahlreiche Menschen nach Bad Soden ziehen, genauer gesagt zum Musikpavillon im Kurpark.

Zu seinem 20. Geburtstag im Januar hatte der Veranstalter Jonas Janssen einen Livestream mit großer Resonanz durchgeführt und dabei 4500 Euro Spenden für die Kinderkrebshilfe in Frankfurt gesammelt. „Damals haben wir schon mit dem Gedanken geliebäugelt, ein Festival ins Leben zu rufen. Eigentlich war das aber ohne Corona gedacht“, berichtet er von der Zusammenarbeit mit seinem siebenköpfigen Team. „Jetzt gingen die Inzidenzen aber runter, deshalb haben wir uns gedacht: Wenn wir es jetzt nicht machen, wann dann?“

Main-Kinzig-Kreis: Musikfestival soll in Bad Soden stattfinden

Der Altersdurchschnitt der jungen Männer liegt bei 20 Jahren. Viele von ihnen sind in der Musik- und Veranstaltungsbranche tätig. Veranstalter Janssen absolviert derzeit ein duales Studium im Messe-, Kongress- und Eventmanagement. „Wir machen alles selbst“, betont der 20-Jährige. Das reiche von der Organisation über die Lichttechnik auf der Bühne bis zur Gestaltung der Logos und des Marketings. (Lesen Sie hier: Künstlerin Anne Imhof aus Fulda zeigt Gesamtkunstwerk in Paris)

„Der lange Lockdown spielt uns bei der Veranstaltung in die Karten. Die Leute wollen endlich wieder auf Festivals und Konzerte gehen“, stellt Janssen fest. Dabei soll das Picknick-Open-Air jedoch eine besondere Atmosphäre aufbauen: „Wir möchten den Menschen etwas besonderes bieten. Es wird keine Dorfparty und keine Kirmes sein. Die Leute sollen ein Festivalflair erleben, wie es sonst nur in Großstädten anzutreffen ist.“

Genaueres zu den auftretenden Künstlern wollte Veranstalter Janssen im Gespräch mit den Kinzigtal Nachrichten noch nicht verraten. „Der Freitag soll eher die ältere Generation ansprechen, die es rockiger mag. Es wird eine regionale und bekannte Band mit musikalisch sehr hoher Qualität auftreten, dazu ein bis zwei Vorgruppen. Am Samstag treten dann regionale DJs auf, dazu zwei Gast-DJs aus Hannover“, deutet Janssen das Programm an.

Musikfestival in Bad Soden: Tickets sind ab 7. Juni erhältlich

Für einen exklusiven Rahmen des Festivals sorgt auch die Aufteilung des Geländes rund um den Musikpavillon sowie die begrenzte Teilnehmerzahl aufgrund der Corona-Auflagen: „Nach jetzigem Planungsstand können wir maximal 150 Gäste pro Abend empfangen, aufgeteilt in drei Bereiche. Es wird einen Bereich mit Liegestühlen geben, dahinter einen mit Stehtischen und einen Bereich mit Picknickdecken“, erklärt Janssen. Die Areale werden mit dem Kauf der Tickets gebucht. Verlassen werden dürfen die jeweiligen Bereiche nur mit Maske. Es wird aber markierte Tanzbereiche geben, versichert Janssen. Getränke sind vor Ort erhältlich und werden von Bedienungen an den Platz gebracht. Ein lokales Restaurant wird kleine Speisen anbieten.

Weitere Besonderheit: Für das Festival sind nur Gruppentickets für fünf Personen erhältlich. Die Tickets kosten 100 Euro (20 Euro pro Person) für den Liegestuhl-Bereich und 75 Euro (15 Euro pro Person) für Stehtisch- und Picknickdecken-Areal und sind ab Montag, 7. Juni, über den eigens eingerichteten Ticketshop erhältlich. Nähere Informationen sind auf der Facebookseite des Picknick-Open-Airs abrufbar.

All das ist laut Janssen nur durch die große Unterstützung von Sponsoren sowie Freunden und Familie möglich. Doch der finanzielle Erfolg ist dem 20-Jährigen und seinem Team ohnehin nicht wichtig: „Ich bin sicher, dass ich als Veranstalter keinen großen Gewinn mache, aber darum geht es mir auch nicht. Ich will zeigen, dass wir hier mit sieben Jungs im Main-Kinzig-Kreis etwas auf die Beine stellen können, was es so in der Region kaum gibt.“ (Von Marah Naumann)

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