Bürgermeister Matthias Möller (von rechts) zeichnete „Amela Panderson“ (Sabine Schnabel) und ihre Mutter Elvira für das beste Outfit aus. Mit dabei: Vorsitzender Jürgen Jeckel.
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Bürgermeister Matthias Möller (von rechts) zeichnete „Amela Panderson“ (Sabine Schnabel) und ihre Mutter Elvira für das beste Outfit aus. Mit dabei: Vorsitzender Jürgen Jeckel.

Tolle Oldtimer

Bergwinkel Classic feiert mit 63 Fahrzeugen die Rückkehr an den Acisbrunnen

Wie herrlich blitzte das Chrom im Strahl der wunderbaren Sonne: Am Wochenende waren beim 18. „Bergwinkel Classic“ in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) zahlreiche Oldtimer auf dem Gelände am Acisbrunnen zu bestaunen.

Schlüchtern - Die 18. Ausfahrt „Bergwinkel Classic“ lockte die Freunde des alten Blechs am Sonntag auf den Berg über Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis. Am Sonntag folgte noch eine Fahrzeugausstellung. Beides veranstalteten die Oldtimer-Fahrzeug-Freunde Schlüchtern. Dank des herrlichen Wetters zog es viele Menschen zu den beiden Events.

Für die Bergwinkel Classic war es eine echte Heimkehr. Einst in Schlüchtern am Untertor veranstaltet, später jahrelang vom Steinauer Schloss gestartet, jetzt zurück in der Bergwinkelstadt mit der schönen Kulisse des Acisbrunnens. Trotz Corona-Pandemie waren 63 Fahrzeuge am Start.

Main-Kinzig-Kreis: Oldtimer-Treffen Bergwinkel Classic feiert Rückkehr

Unter den 63 Fahrzeugen waren auch 18 Motorräder mit und ohne Beiwagen – alle zusammen mit insgesamt 99 Personen besetzt. Bei der Durchführung wurden die derzeit geltenden Corona-Regeln beachtet. Einige Teilnehmer ließen sich vor Ort testen.

Morgens ging es rund 90 Kilometer durchs Degenfelder Land und Sinntal bis nach Brückenau. Nachmittags durchstreiften die Fahrzeuge den Vogelsberg bis nach Fleschenbach und Radmühl. Frühstück, Mittagessen und Kaffeetrinken gab es am Acisbrunnen, organisiert in einem tollen Zusammenspiel von Oldtimer-Club und Wirtsleuten.

Unterwegs mussten drei Geschicklichkeits-Prüfungen absolviert werden. Dabei sollte möglichst genau 2,25 Meter nach vorne beziehungsweise 80 Zentimeter an ein Gatter herangefahren werden. Bei einer Gleichmäßigkeitswertung galt es, eine Distanz von 750 Metern mit durchschnittlich 30 Stundenkilometern zu durchfahren.

Von vielen wurden die schöne Route und die prima Organisation gelobt, so beispielsweise von Daniel Wäschle aus dem knapp 400 Kilometer entfernten baden-württembergischen Rottweil. „Eine traumhafte Landschaft. Ich fühle mich wie daheim im Schwarzwald“, resümierte er die Eindrücke von seinem ersten Besuch im Bergwinkel.

Er war einer von vier Teilnehmern der „8er Freunde“. Zur Erklärung: Das ist ein Verein, in dem sich bundesweit rund 80 Mitglieder zusammengeschlossen haben, die alle einen sportlichen, luxuriösen BMW der 8er-Reihe ihr Eigen nennen. Eigentlich wollten sie am Wochenende eine Veranstaltung in Speyer besuchen. Da diese abgesagt wurde, steuerten sie kurzerhand Schlüchtern an.

Erfreulich aus Sicht des Vereins war, dass die eigenen Hilfsfahrzeuge nicht eingesetzt werden mussten, weil alle aus eigener Kraft zurückkehrten – wenngleich es bei Harald Hendel aus Schotten schwierig wurde. Wegen eines technischen Defekts konnte er Teile der Strecke mit seinem 1965er Opel Rekord nur noch maximal im zweiten Gang mit 40 Stundenkilometern zurücklegen.

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Jürgen Jeckel zeigte sich abschließend sehr zufrieden – nicht nur mit dem Wetter, was auch viele Cabrio-Fahrer anlockte. „Trotz Corona hatten wir eine sehr gute Resonanz“, freute sich der Vorsitzende des Oldtimer-Clubs. Am Morgen hätten noch rund 15 Prozent der Teilnehmer nachgemeldet. Die Zusammenarbeit mit dem Acis-Lokal sei bestens gewesen.

Und auch die Stadt Schlüchtern und der Bauhof bekamen ein Lob, beispielsweise für die Herrichtung der Zufahrten zur Acis-Wiese und einen frischen Schnitt des Grüns. Einziger Wermutstropfen: Bei der Vormittagsrunde hatten Unbekannte im Bereich Hohenzell Hinweisschilder für den Streckenverlauf verdreht, so dass es bei einzelnen Teilnehmern zu Irritationen kam.

Den Umzug nach Schlüchtern begründete Jeckel mit den besseren räumlichen Gegebenheiten für die beiden Veranstaltungen. Die Siegerehrung nahm Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) vor, der sich freute, dass eine solche Veranstaltung wieder stattfinden konnte. (von Ulrich Schwind)

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