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Mit hohen Temperaturen steigt die Gefahr: Main-Kinzig-Kreis plant Hitzeaktionsplan

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Die Stadtverwaltung Schlüchtern plant, das Freibad am 15. Mai zu öffnen. (Archivfoto)
Angesichts zunehmender Hitzetage wird eine Abkühlung in jeder Form mehr Bedeutung erhalten, zum Beispiel durch einen Besuch im Schwimmbad. (Archivfoto) © Alexander Gies

Im kommenden Sommer will der Main-Kinzig-Kreis über einen umfassenden Hitzeaktionsplan verfügen. Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, wird bei dem Konzept auf bereits erprobte Ideen und bekannte Strategien zurückgegriffen.

Main-Kinzig-Kreis - Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD) hat zu diesem Zweck eine Lenkungsgruppe unter der Leitung des Amtes für Gesundheit und Gefahrenabwehr eingesetzt. Angesichts der deutlichen Zunahme der Temperaturen auch in unseren Regionen sei das Thema Hitzeschutz eine dringende Aufgabe, betont Amtsleiter Dr. Wolfgang Lenz.

Vorrangig geht es um Information, Aufklärung sowie konkrete Empfehlungen, wie sich die hohen Temperaturen auf das Wohlbefinden auswirken, welche Risiken drohen und was zu beachten ist.

Main-Kinzig-Kreis plant Erstellung eines Hitzeaktionsplans

„Mit Hilfe einer Befragung haben wir Informationen darüber erhalten, welche Erfahrungen bisher mit dem Thema Hitze gemacht wurden, welche Hitzeschutzmaßnahmen es in den Einrichtungen bereits gibt und in welchen Bereichen noch Unterstützung benötigt wird“, fasst Christoph Höhn, Leiter des Sachgebiets Hygiene und Umweltmedizin, zusammen.

Wie Höhn weiter ausführt, werde das Phänomen der heißen Sommer derzeit noch weitgehend unterschätzt: „Die anhaltende Hitze ist nicht nur eine extreme körperliche Belastung, sondern bedeutet auch ein deutlich erhöhtes Risiko für ernsthafte Schäden oder gar Todesfälle.“ Bereits Temperaturen von über 30 Grad erfordern ein angepasstes Verhalten. Und solche „Hitzetage“ gab es im vergangenen Sommer auch im Main-Kinzig-Kreis in großer Zahl: Der Deutsche Wetterdienst meldet für die Station in Schlüchtern 26 solcher Hitzetage, heißt es in einer Pressemitteilung.

Für die kommenden Monate kündigte Erste Beigeordnete Simmler weitere Informationen zu dem Thema an, die dann auch auf einer entsprechenden Homepage zu finden sind. Für Samstag, 6. Mai, ist zudem ein „Hitzeschutztag“ geplant, bei dem ebenfalls der fachliche Austausch und die Öffentlichkeitsarbeit im Mittelpunkt stehen. (mln)

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