Bei Gelnhausen

Flugzeugabsturz nahe der A66: 53-Jähriger und 67-Jähriger sterben - Opfer waren erfahrene Piloten

Alle Autoren
    schließen
  • Selina Eckstein
    Selina Eckstein
  • Leon Schmitt
    Leon Schmitt
  • Ann-Katrin Hahner
    Ann-Katrin Hahner

In Gelnhausen hat sich am Dienstag ein tragisches Flugunglück ereignet, bei dem zwei Männer ums Leben gekommen sind. Warum das Leichtflugzeug abgestürzt ist, muss noch geklärt werden. Ein Verantwortlicher des Flugvereins berichtet, dass sich die beiden Männer schon sehr lange kannten.

Update vom 9. Juni, 8.16 Uhr: Noch am Abend des Unglücks wurde das Flugzeug geborgen. Außerdem stellte man fest, dass die kleine Sprengladung für einen Notfallschirm für das Flugzeug anscheinend nicht gezündet hatte, sagte ein Polizeisprecher. Der Notfallschirm ermöglicht für gewöhnlich eine Landung, bei dem die Insassen eines Flugzeugs in den meisten Fällen schadlos landen können. „Warum die Sprengkapseln nicht gezündet haben, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen“, erklärt Polizei-Pressesprecher Thomas Leipold auf Nachfrage. Vor den Bergungsmaßnahmen mussten Entschärfer des Hessischen Landeskriminalamtes (LKA) die Sprengkapseln am Boden kontrolliert zu einer Explosion bringen.

Flugzeugabsturz im Main-Kinzig-Kreis: 53-Jähriger aus Wächtersbach und 67-Jähriger aus Alzenau starben

Dr. Benjamin Schaum, Vorsitzender vom Verein der beiden Piloten, sagte gegenüber Reportern vor Ort: „Es war ein Übungsflug mit zwei lizenzierten Piloten. Einer davon war ein sehr, sehr erfahrener Berufspilot und Fluglehrer und der andere auch sehr erfahren.“ Die beiden haben sich sehr lange gekannt, gab Schaum, der als Flugmediziner arbeitet, bekannt. Einen technischen Defekt schließe er nicht aus. „Das waren zwei so erfahrene Piloten, denen hätte so ein Fehler nicht unterlaufen können.“ Er rang an der Absturzstelle um Worte: „Solche Unfälle sind eine Katastrophe für uns. Die beiden gehörten zu uns.“

Flugzeug stürzt nahe der A66 in Gelnhausen ab - Zwei Männer sterben

Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben.
Bei dem Flugunglück nahe der A66 sind zwei Männer gestorben. © Fuldamedia

In den letzten 10 bis 15 Jahren sei solch ein Unglück in Gelnhausen nicht vorgekommen, teilte die Feuerwehr mit.

+++ 21.14 Uhr: Wie Reporter vor Ort gegen 20.30 Uhr berichteten, wurde das Flugzeugwrack inzwischen geborgen. Unfallhergang und Ursache stehen weiterhin aus.

Das Wrack des verunglückten Flugzeugs wurde von einem Kran geborgen.

Update vom 8. Juni, 17.48 Uhr: Wie Polizeisprecher Thomas Leipold berichtet, haben mehrere Anrufer der Polizei gegen 14.30 Uhr den „Absturz eines kleinen Flugzeugs“ gemeldet. Die alarmierten Einsatzkräfte entdeckten an der Unfallstelle - an einer Böschung im Bereich der Autobahn-Querspange Gelnhausen-West - das verunglückte Leichtflugzeug der Marke Ikarus. Bei den beiden Todesopfern handelt es sich laut Leipold um einen 53-jährigen Mann aus Wächtersbach und einen 67-jährigen Mann aus dem Bereich Alzenau in Unterfranken.

Main-Kinzig-Kreis: Zwei Tote nach Flugzeugabsturz bei Gelnhausen

Der Flugplatz Gelnhausen ist laut Polizei etwa einen Kilometer von dem Absturzort entfernt. Umliegende Straßen und der Bahnverkehr waren betroffen. Zwischenzeitlich war die Unfallstelle in einem 100-Meter-Radius gesperrt, da von einem Rettungs-System des Flugzeugs laut Leipold Explosionsgefahr ausging. Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes waren im Einsatz, um die Anlage zu entschärfen.

Zu dem Unfallhergang und der Ursache für den Absturz kann die Polizei noch keine Angaben machen. „Das ermitteln jetzt die Staatsanwaltschaft und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, die beide auch hier vor Ort sind“, so Leipold. Er spricht von einer sehr belastenden, „zum Teil traumatisierenden“ Erfahrung für die Einsatzkräfte. „Wenn man an das Flugzeug herantritt und sich noch zwei Personen darin befinden, die tödlich verunglückt sind, nimmt einen das schon mit“, sagte der Polizeisprecher. Auch Notfallseelsorger seien vor Ort.

Erstmeldung vom 8. Juni, 16.49 Uhr: Gelnhausen - Der Flugzeugabsturz habe sich laut Rudi Neu, Pressesprecher der Polizei Südosthessen, am Dienstagnachmittag in der Nähe der Autobahn 66 (Abfahrt Linsengericht/Gelnhausen West) im Main-Kinzig-Kreis ereignet. „Es gibt einen kleinen Weg, der parallel zum Flugplatz in Gelnhausen verläuft. Dort muss der Flieger abgestürzt und in einem Baum hängen geblieben sein“, sagt Neu auf Nachfrage unserer Zeitung.

Bei dem Flugzeug handelt es sich um einen motorisierten Flieger. Wie es zu dem Absturz kam, ist bislang noch nicht bekannt, allerdings bestätigt Neu auf Nachfrage, dass sich an Bord des Fliegers zwei Männer - Pilot und Co-Pilot - befunden haben. Beide Männer verloren bei dem Absturz ihr Leben. Da die Angehörigen noch nicht informiert seien, gibt die Polizei keine Details zur Identität der beiden Männer preis. (Lesen Sie auch: Prozess um Flugzeug-Unglück auf der Wasserkuppe: 58-jähriger Pilot erhält Bewährungsstrafe)

Vor Ort sind neben Rettungskräften und den Einsatzkräften der Feuerwehr und der Polizei aktuell auch Beamte der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Sie sollen laut Neu erste Untersuchungen anstellen, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Rubriklistenbild: © Fuldamedia

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema